Deutschstunde

Heute Abend haben wir uns wieder zum Deutschkurs getroffen. Nachdem mich Markus hat hängen lassen, musste ich da alleine durch. Ich hatte eine Karte von Ilmenau vorbereitet, und wir haben mit Wegbeschreibungen angefangen und gleichzeitig deutsche Präpositionen geübt: zur Mensa, nach Erfurt, ins Oeconomicum, in die Ehrenbergstraße, beim Kaufland.

Verbesserungsvorschlag

Hatte am Freitag und Montag noch einen weiteren Verbesserungsvorschlag entworfen. Dabei wird ein Bauteil vereinfacht, und zwei weitere durch ein gemeinsames Teil ersetzt, welches billiger zu produzieren ist. Heute habe ich mit Hélvio und Celso, dem Montageleiter, darüber diskutiert. Der Vorschlag wird wohl umgesetzt werden, zunächst soll ich einen Prototypen konstruieren und bauen lassen, und dann wird der getestet. Später, im vierten Teil meines Praktikums, wenn es um Stücklisten, Baugruppen, Herstellzeiten etc. geht, werde ich mal versuchen, eine Vergleichsrechnung durchzuführen: Was kostete die alte Version, was kostet die neue, wie hoch ist das Einsparpotenzial des Vorschlags? Aber erst mal muss das Ding, was am Computer in SolidWorks ganz schick aussieht, seine Praxistauglichkeit unter Beweis stellen.
Mitpraktikant Rodrigo, der Werkstoffwissenschaftler, arbeitet seit gestern in der Abteilung Pós-Vendas, was etwa dem Service nach dem Verkauf entspricht, also Garantieleistungen, Kundendienst und Co. Bisher gibt es diesen nur für Brasilien. Da er jedoch fließend Spanisch spricht und außerdem für brasilianische Verhältnisse gut Englisch, wird er einen internationalen Service aufbauen.
Außerdem sind die Buspreise gesunken, und zwar wieder auf 1,60 R$. Ob das am Erfolg der Studentenproteste oder an der öffentlichen Meinung liegt, die sich darüber beklagt, dass die Busgesellschaft bei der Privatisierung an den Mann der damals amtierenden Bürgermeisterin verkauft wurde, bleibt offen.
Nach dem Tandemkurs war ich abends noch mit meinen künftigen Mitbewohnern Sebastian, Rika und Takuya und meinen künftigem Gastbruder Eduardo sowie Ângela und Delmo, meinen künftigen Gasteltern, essen. Am Sonntagabend werde ich umziehen.

Besuch bei Karsten

Karstens kleine Hütte am Strand haben wir uns dann heute direkt mal angeschaut. Steve und Christian sind begeistert, alles sehr klasse. Wir waren noch zusammen essen und haben uns seine Brasilienfotos angeschaut. Er ist jetzt fast ein Jahr hier, und hatte noch zahlreiche Reisetipps auf Lager.

Brasil × Deutschland und Festa Junina

Nachdem wir eine Woche lang per Mail diskutiert hatten, was wir denn Vera eigentlich zum Abschied schenken könnten, ist uns auf dem Weg zum Bus heute eingefallen, dass bei mir ja noch eine Kuchenform aus Veras Haushalt lagert. Die könnte man doch gefüllt zurückbringen, man hätte gleich was zum mitbringen für die Party – perfekt. Doch erst mal mussten wir vom TICEN zum verabredeten Ort für das Anschauen des Fußballspiels kommen. Markus und Márcia nahmen uns nach Campeche mit, wo wir mit einigen Eletrosul-Kollegen von Markus verabredet waren. Auch Anne und Ingmar treffen wir wieder, zum ersten Mal seit fast drei Monaten waren so alle deutschen Studenten wieder zusammen! In Campeche ist bekanntlich der Landeplatz des kleinen Prinzen von Antoine Saint-Exupéry. Der französische Kinderbuchautor ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts häufig hier mit seinem Postflugzeug am Strand gelandet. Daher heißt die einzige Straße, die auf den Strand zuführt, auch Avenida do Pequeno Príncipe, und genau dort lassen wir uns in einem Restaurant nieder, welches irgendwie nur Fischgerichte serviert. Ein X-Salada für mich wird dann einfach schnell aus dem Nachbarlokal organisiert, und das Halbfinale im Copa das Confederações kann beginnnen: Deutschland spielt gut, aber Brasilien besser, so dass wir zum Unglauben der anderen brasilianischen Gäste nur zweimal von den Bänken springen, während alle anderen im Lokal dreimal jubeln dürfen.


Die Deutschen in der Mehrheit, die Kollegen von Eletrosul in der Minderheit. Brasil hat trotzdem gewonnen.

Nach einem Strandspaziergang entdecken wir bei einem Straßenverkäufer noch eine zuvor vieldiskutierte Kette für Vera, so dass auch das Thema jetzt zu den Akten gelegt werden kann – oder zumindest erst einmal um den Hals von Steve.
Zurück im Heimatbairro Santa Mônica sind Steve, Christian und ich noch in den Angeloni, und haben diverse Kuchenzutaten samt Schokoglasur eingekauft. Tja, ich hatte noch Lust auf Maracujá-Pudding, und eine Muffin-Backmischung sowie billiger Wein zum Glühwein Kochen fand auch noch den Weg in unseren Einkaufskorb.


Steve, Christian und ich haben bei uns in der Küche den kompletten Nachmittag noch ein wenig gezaubert.

Bei mir zu Hause haben wir uns dann mal an den Teig gestürzt. Auch für Verkleidung ist gesorgt: Ein Karohemd muss sein, und ein Strohhut hat Christian für jeden aus Blumenau mitgebracht (Kostenpunkt: 1 Real, kaum zu glauben). Kurz nach acht waren wir fertig, Luiz und Michelle sind auch eingeladen – schließlich feiert Vera heute ein Festa Junina, weil sie in ihrer ersten Woche in Brasilien vor einem Jahr von Cássia zu einem Festa Junina geschleppt wurde – bei Luiz und Michelle. Michelle hat heute leider viel Arbeit, aber Luiz kommt mit – und fährt uns noch an einem Kiosk vorbei, um typische Mitbringsel zu einem Festa Junina einzukaufen: Erdnussbrot (Pé de Moleque, wörtlich Lausbubenfuß) und Amendoim (zu kleinen Zylindern „gesintertes“ Erdnusspulver). Bei Vera angekommen war schon die gesamte Wohnung dekoriert, und wir waren ausnahmsweise mal nicht die ersten Gäste. Eigentlich trudelten im Laufe des Abends fast alle Leute ein, die ich so in Brasilien kenne (außer meinen Arbeitskollegen und den Leuten aus der Studentengemeinde): Rika und Takuya, Anna, Tatiana und Milene, Cássia, 2x Márcia, die Kandidaten für den neuen Austausch nach Deutschland (Marcela, Carla, Fábio und Leandro), Wagner, alle möglichen Freunde und Verwandte von Veras Gasteltern, …).


MMG, Steve, Christian, Vera Monitora Embora, Sebastian


Gastvater Delmo führt seine Vera zum Traualtar


Marcela und Carla sind zwei der Unibral-Kandidatinnen für Ilmenau 2006

Bei einem Festa Junina (übrigens ein Sonnenwendefest) wird immer viel getanzt – sozusagen der Karneval des Winters aus dem Interior, aus der Provinz. So gab es Forró, Samba und weitere Schritte, die ich schon wieder vergessen habe. Außerdem gibt es traditionell ein Lagerfeuer (auf einem Dachbalkon schlecht möglich) und eine Hochzeit. Vera und Sebastian wurden hier durch Gastbruder Eduardo verheiratet. Später am Abend haben wir noch einen weiteren Deutschen, Karsten, kennen gelernt. Er studiert Biologie in Freiburg und wird Ende Juli aus seinem Strandhaus an der Praia Joaquina ausziehen – Steve und Christian sind daran interessiert, in seine Wohnung einzuziehen.


Karsten hat ein cooles T-Shirt: Tomme Cachaça. Und ich habe einen künstlichen Bart

Kalt in Lagoa

Steve und Christian trudelten nach und nach bei mir ein, und können das Wochenende hier bei Luiz und Michelle schlafen. Abends sind wir dann noch mal mit dem Bus nach Lagoa de Conceição gefahren, haben es aber etwas ruhiger angehen lassen. Es war auch saukalt, aber es musste ja um Himmels Willen draußen gesessen werden…

Deutschstunde

Heute habe ich schon wieder Deutschunterricht gegeben, und zwar zusammen mit Markus. Wir haben mit den brasilianischen Kandidaten für das Unibral-Programm etwas Konversation gemacht. Vorstellungsrunde, woher kommst Du, was studierst Du?
Im November haben sie eine Prüfung über ihre Deutschkenntnisse, die über ihren Deutschlandaufenthalt entscheiden wird, und bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Daher werden wir uns jetzt wöchentlich treffen.
Am Wochenende werden wir einige von Ihnen auf Veras Abschiedsfest – Festa de despedida – wiedertreffen. Richtig, unsere Monitora Vera verlässt uns schon wieder gen Ilmenau, und daher werden auch am Wochenende unsere Exilpraktikanten und –innen aus Jaraguá, Blumenau und Joinville in Florianópolis eintrudeln.

Wohnungen klar

Am Montag war ich zum Fotos tauschen bei Vera und Sebastian in der Familie. Hier wohnen auch die beiden Japaner – und wenn Vera und Sebastian ausziehen, ziehe ich ein. Soviel steht jetzt fest. Auch wenn das alles etwas kompliziert ist, das Zimmer soll noch renoviert werden, Markus will auch einziehen, und irgendwie heißt es: Ihr könnt erst mal einziehen, aber weil die Japaner in den Urlaub fahren, könnt Ihr ja dort schlafen.
Auf der Arbeit habe ich mir einen Verbesserungsvorschlag ausgedacht, um das Spiel eines pneumatisch betriebenen Tablettarmes zu reduzieren. Darüber handeln auch meine Messungen in der Statistischen Prozesskontrolle. Daher verbringe ich meine Zeit jetzt häufiger in der Fabrikhalle und schaue mir die Einzelteilproduktion und die Montage dieser Baugruppe genauer an. Das ist ganz interessant, da komme ich mit den Leuten in der Fabrik ins Gespräch und lerne das Produkt kennen. Hélvio fand meinen Vorschlag zwar gut, aber es müsste ein Werkzeug geändert werden, und daher wird es zunächst nicht umgesetzt. Ich habe mir heute noch zwei neue Sachen ausgetüftelt, die werde ich ihm am kommenden Montag mal präsentieren. Ergo: Hélvio ist nicht da, diesmal ist er in São Paulo, Maschinen kaufen. Fast alles, was im brasilianischen Maschinenbau Rang und Namen hat, befindet sich in São Paulo. Bis dahin werde ich noch ein paar langweilige Qualitätsmessungen machen (ja, Qualität ist langweilig, es ist nicht kreativ!).
Am Dienstagabend habe ich mich wieder mit Vilson getroffen. Er hatte noch eine Hausarbeit zu machen, und so gab es kaum Zeit zur Konversation. Dafür bin ich dann zu seinem Deutschunterricht geblieben. Da das Semester bald zu Ende geht, gab es heute Konversation zum Thema Berlin. Vilson hatte sein Notebook dabei und zeigt den Schülern Bilder von seinem Berlinaufenthalt letztes Jahr: Fernsehturm am Alexanderplatz, Brandenburger Tor, Siegessäule, Reichstagskuppel. Ich habe noch etwas über die Berliner Mauer und Fluchten aus der DDR erzählt.

Mach rüber, Conrad!

Badisches Bier

Nach dem Aufbruch aus der Pousada ging es heute zur Brauereibesichtung in die Cervejaria Baden Baden. Die Führung war ziemlich mau, Hopfen, Gerste, pronto. Von der Lei alemã da Pureza kein Wort, von der Technik des Brauens, vom Abfüllen der Flaschen – nada. Hauptsache nachher stimmen der Ausschank und der T-Shirt-Verkauf. Letzere waren aber auch tatsächlich gut, ich habe mir zusammen mit Sebastian und Alexandre auch eins gekauft. Im Shopping Center gibt es nämlich nur T-Shirts mit englischem estampo, Aufdruck, und das ist ja langweilig. „Baden Baden – a cervejaria de Campos do Jordão“ ist da natürlich viel genialer, rangiert sozusagen direkt hinter „Oktoberfest Blumenau“ mit teuto-brasilianischer Flagge. T-Shirts mit brasilianischer Aufschrift erhält man sonst fast nur am Strand, erklärt mir Vera: Auch Rika hat eines, auf dem „A vida é dura, mas a praia é mole“ steht. Das Leben ist hart, aber der Strand ist weich. Wer das Wortspiel nicht verstanden hat, schlage im Tagebuch den 20. März auf.
Danach genießen wir bei wunderschönem Wetter die Abfahrt auf der Bergstraße mit Panorama-Blick auf die Berge und ins Flachland. Sehr geniale Straße. In der Ebene angekommen, bewahrheitet sich die Restaurant-Theorie von neuem: In einem kleinen Kaff namens Quiririm kennen unsere Paulistas (Einwohner aus São Paulo, Stadt oder Staat) ein wirklich tolles Restaurant. Man muss Brasilianer dabei haben, um mehr als nur die Volksfütterungsanstalten der Rodizíos kennen zu lernen!
Über die Via Dutra geht es zurück nach São José dos Campos. Die Autobahn ist nach dem brasilianischen Präsidenten Eurico Gaspar Dutra benannt, der sie in den 40er Jahren als einfache Straße bauen ließ. Auf dem 30 km langen Teilstück, welches wir befahren, befindet keine einzige Kurve, und bis heute sind rechts und links Städte entstanden.
Bei Patricia und Alexandre ist noch einmal descansar angesagt, bevor der Kleinbusfahrer klingelt und uns zum Flughafen bringt. In Floripa regnet ist, und es ist merklich kälter.

Blick von der Serra

Campos do Jordão

Für neun Uhr sind wir zum Frühstück verabredet, und bis zehn Uhr sind dann auch alle eingetrudelt. Heute geht es in den Horto Florestal, ein Naturschutzgebiet. Man zahlt drei Reais und fährt mit dem Auto rein. Hier machen wir eine für brasilianische Verhältnisse lange Wanderung, in Stöckelschuhen ist das auch sicherlich nicht einfach… Die Landschaft ist umso reizvoller, gibt es doch Pinien, Baumgrenzen und Wasserfälle zu sehen. Ich lerne den Unterschied zwischen einem cachoeira und cataratas: Beide heißen zu Deutsch Wasserfall, aber cataratas sind gößer, kommen stets im Plural vor und verdienen diesen Namen nur, wenn der Fluss Ausmaße à la Niagara oder Iguaçu erreicht.
Danach geht es wieder in die Stadt zurück, wo wir mit einem abenteuerlichen Sessellift auf den Berg hinauffahren. Der liegt hoch oben über der Stadt, und man hat einen tollen Ausblick – mehr aber auch nicht. Unten im Tal überkommt uns der Hunger, und wir haben die Wahl zwischen mehreren edlen Restaurants. Als Krönung gibt es noch warmen Apfelstrudel mit Eis. Alles deutet darauf hin, dass dieses ein sehr teures Wochenende wird, schon wieder 40 Reais für eine Mahlzeit losgeworden. Das sind ja deutsche Preise hier!
Als wir nach dem Essen auf die Straße raus sind, wird es schon dunkel, und wir machen noch ein wenig descansar in der Pousada. Wer mit Brasilianern auf ein Wochenende fährt, muss sich nicht wundern, dass der Abend erst um halb 11 wieder beginnt. Während mein Zimmergenosse Takuya und ich erst mal drei Stunden schlafen, haben sich die Brasilianer wahrscheinlich gerade die neuesten Folgen der allabendlichen Seifenopern reingezogen, die hier Telenovelas heißen. Um 11 gehen wir dann wieder in die Innenstadt, und setzen uns in dicker Jacke in ein Straßencafé. Nach diesem anstrengenden Tag geht es auch heute noch auf einen Nachtkakao in eine Chocolateria.

Von São José dos Campos in die Serra nach Campos do Jordão

Aussschlafen ist ne feine Sache. Und dennoch bin ich der erste, der wach ist. Alexandre ist schon zur Arbeit, und Patricia kauft für das Frühstück ein. Es wird, als alle eintrudeln, eine wahre Mahlzeit. Die ist auch notwendig, schließlich sind die Frauen in der Mehrheit, und so heißt das Programm für den Vormittag: Shopping Center. Zwar ist São José dos Campos mit etwa 600.000 Einwohnern größer als Florianópolis, dennoch muss man sagen: „Aqui não tem nada“ – Hier gibt es nichts. Außer diesem Shopping-Center. Während die Frauen in diversen Boutiquen einfallen, kaufe ich mir ein schönes Oberhemd im Renner (H&M à la Brasileira). Mittags essen wir in einem italienischen Restaurant. Mir fällt auf, dass der Verzicht auf Rodízio de Pizza ein Qualitätsmerkmal eines Restaurants darstellt, jene Lokalitäten leider nur von Einheimischen gefunden werden können. Dann gibt’s noch ein Cappuchino in einem Eiscafé, und als nach einer Stunde descansar auf den Abend zugeht, heißt es schon wieder: Sachen packen. Treffpunkt ist eine Tankstelle, wo wir uns mit Freunden von Patricia und Alexandre treffen, um das Wochenende gemeinsam in Campos do Jordão zu verbringen. Alexandre ist bereits mit dem Motorrad vorgefahren, und wir verteilen uns auf die Autos der Freunde: in einem Fiesta rauscht „Jappa“ im Kamikaze-Stil heran, der Nachfolger japanischer Einwanderer ist und den niemand Ricardo nennt. Seine Frau Lou, ein Bekannter namens Walter, und noch ein Pärchen, Mario und Katia. Silberne Autos scheinen im Staate São Paulo sehr modern zu sein. Über eine nagelneue Autobahn rauschen wir bis an die Füße der Berge, von dort aus führt eine gut ausgebaute Bundesstraße die Berge in die Serra (Sierra) hinauf. Wir fahren von Quasi-Meeresspiegel bis auf 1.600m altitude em cima do nível do mar, vorbei an einem Zeltlager der Landlosenbewegung (Movimento de Libertação dos sem terra), deren Mitglieder versuchen, Fazendas zu besetzen. Schließlich erreichen wir unsere Pousada in Campos do Jordão, und nicht nur wegen dem hiesigen Bier komme ich mir vor wie in Baden-Baden: es ist halt alles ein wenig teurer hier. Zahle ich im Hotel Hermann in Blumenau oder in der Pousada Schultz in Joinville etwa 20 Reais die Nacht, so sind es hier (zugegeben etwas komfortablere) 75 Reais. Tja, und auch ansonsten ist das hier ein ziemlich deutscher Wintersportort. Nur bisher ohne Schnee. Dafür gibt es Suppe, salsichas (Würstchen) und Fondue im Restaurant Baden-Baden, Bier der Marke „Baden Baden“, Plakate aus Baden-Baden, und Fachwerk. Wobei Werbeflächen auf Fachwerk natürlich einen höheren Quadratmeterwert als reines Fachwerk haben, aber was soll´s, ist eh kein historisches Fachwerk: Der ganze Stadtkern wurde etwa vor 20 Jahren hochgezogen. Wir trinken danach noch eine heiße Schokolade, betrachten die Weihnachtsbeleuchtung, und sehen Brasilianer in Mütze, Handschuhen und Schals. Gorro, Luvas e manta.


Katia und Milene sind zwei Friernasen