Heute stehen wir früh auf, denn der Reiseführer sagt, dass der Wasserfall von Canela nur morgens in der Sonne liegt. Da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt, denn so wir können Conny, die ja schon in einer Woche wieder nach Hause fährt, wenigstens einen kleinen Eindruck von Foz de Iguaçu bieten. Das Wasser fällt ca. 130m nach unten, und man kann am Hang mehr als 900 Stufen nach unten steigen. Neureiche Paulistas (Bewohner aus São Paulo) versuchen sich in Stöckelschühchen, spätestens beim Wiederaufstieg bieten sie dann ein lustiges Bild.

Dieser Wasserfall fällt 130 Meter in die Tiefe

Größenvergleich Franziska vs. Wasserfall

Kraftvergleich Lok vs. Haus
Vorbei an einem Museum über den Eisenbahnunfall in Paris fahren wir nach Gramado. Franziska hatte in der Jugendherberge den Flyer einer Schokoladenfabrik entdeckt. Wir kommen an, und machen mal wieder so eine Betriebsbesichtigung im brasilianischen Stil: Eine Studentin erklärt zwei Minuten, und dann ist es vorbei. Die Schokolade wird zugekauft von Garota, und im Verkaufsraum kann man dann Pralinen kaufen. Ein echter Reinfall: Forstis Schokoladenbecher mit Schokokugeln entpuppt sich als schokoüberzogener Eisbecher, und Franziskas und meine Pralinen sind auch eher so im Stil wie Mars.

Der Mobilfunk findet Einzug in die Schokolandenindustrie
In Gramado finden die Vorbereitungen für die südamerikanische Oskar-Verleihung statt, und man erwartet brasilianische Kinostars. Also schnell weg. Auf dem Rückweg kommen wir noch einmal über eine Erdstraße, als wir aus der Serra zur Küste herabsteigen. Diese wird aber gerade konsequent zu einer Autobahn ausgebaut, so dass Teile bereits vierspurig freigegeben sind, andere Teile auf einer einspurigen Erdstraße mit Ausweichstellen am Hang herunterführen.
Zu Hause in Floripa angekommen, ist Delmo aus den USA zurückgekehrt und hat ein Notebook mitgebracht. Technik ist bekanntlich sehr teuer in Brasilien…

Serra gaúcha = Into the great wide open

Ausblick auf die Berge

heute: Erdstraße

bald: Autobahn
