Da heute ein Tag wie jeder andere ist, berichte ich mal so über meinen Tagesablauf an der Uni: Wer pünktlich zur Vorlesung um halb neun erscheint, ist fast immer der erste und darf Prof. Raul bei seinen Kämpfen mit Beamer und Laptop erleben. Heute kündigt er eine Klausur an, für diesen Donnerstag, und bittet um pünktliches Erscheinen am Klausurtag. Dann tauchen wir mittels Rechter-Hand-Regel ein in die dreidimensonale Welt der Koordinatensysteme eines Roboters, die mit diversen Rotationsmatrizen verknüpft sind. Das ist sogar spannender als ich anfangs dachte, zumal man Prof. Raul wirklich gut versteht.
Um 10 treffe ich mich mit Vilson. Heute will er seinen Studenten in seinem Deutschkurs „99 Luftballons“ vorspielen, und er hat schon übersetzt, und fragt mich noch nach einigen Bedeutungen. Bei „und dass so was von sowas kommt“ kapituliere allerdings auch ich – einfach nicht zu übersetzen. Mittags treffen wir uns in der Verdilha – einem Kilorestaurant, wo wir auch im März häufiger waren. Danach geht’s dienstags immer in den Portugiesischkurs.
In PCP treffen wir uns heute in einem Computerraum der Technikfakultät, um unser Jogo zu spielen. Interessant ist, das es auf keinem der Schülerrechner das erforderliche MS Access installiert ist, und auf dem Lehrerrechner auch nur eine Altversion. So vergehen die ersten 20 Minuten damit, dass der Lehrer vorn Access 2003 installiert, während die Schüler im Netz surfen. Später stellt sich heraus, dass der Lehrerrechner nicht ans Netz angeschlossen ist. Klappt ja gut.
Abends treffen wir uns noch mit einigen Deutschen in der Weinstube Pipa, und als wir von unserem Erlebnis im Computerraum erzählen, berichtet Rebecca, dass in der Chemiefakultät die Bediensteten des dortigen Rechenzentrums streiken, und dort eine angesetzte Multimediastunde ausfallen musste. Alles Beleza an dieser Uni.
