Letzte Pantanalvorbereitungen

Bei Prof. Raul waren wir heute die einzigen im Raum, also hatten sie sich offenbar bereits am Ende der letzten Stunde darauf geeinigt, die heutige Veranstaltung sausen zu lassen.
Wieder zu Hause kam ein Brief der Stadt Georgsmarienhütte: Meine beantragten Wahlunterlagen für die Bundestagswahl. Schnell zwei Kreuze gemacht, und dann wieder ab die Post. Per Luftpost 1,36 Reais, oder per Einschreiben-Express 65 Reais? Normale Luftpost sollte allemal ausreichen, meine Stimme ist mir definitiv keine 25 Euro wert!
Forsti hat aus Bonito noch Pantanalinfos gemailt, und wir entscheiden uns für den Reiseveranstalter Ecological Expeditions der Jugendherberge aus Campo Grande. An der Uni finden alle anderen Veranstaltungen heute wie gewohnt statt, nur z.B. an der „Buchstabenfakultät“ (Faculdade de Letras, heißt Sprachen etc.) wird natürlich heftigst gestreikt. Auf dem Weg zur PCP-Vorlesung begegnen uns dann auch streikende Studenten anderer Fakultäten, die für die Wiedereröffnung der Mensa streiken. „Acabou Feijão“ skandieren sie: Das brasilianische Nationalgericht, der Bohneneintopf Feijão, sei alle.
In PCP gab es dann neue Simulationspräsentationen, und viele Brasilianer hatten sich regelrecht ins Zeug gelegt, um nicht nur bunte Präsentationen zu gestalten, sondern auch die Gewinne der virtuellen Unternehmen in astronomische Höhen zu treiben: Einige hatten einen Programmfehler entdeckt, der die Produktion selbst dann ermöglichte, wenn man zuvor kein Rohmaterial einkaufte und dafür somit auch keine Kosten anfielen. Andere haben zum Ende der Simulationsperiode alle Maschinen verkauft – sehr strategisch gedacht! Kein Wunder, dass man dann den Gewinn um das doppelte des möglichen vergrößern kann. Aber auch Prof. Dalvio bleibt bei solchen „Strategien“ skeptisch.


Klick öffnet Präsentation

Nach der Vorlesung geht es dann noch zum Tasche packen nach Hause, und da aufgrund Delmos Abwesenheit die Essenplanung zusammenbricht, gehen wir mit den Paulistas Pizza essen in der Pizzeria um die Ecke.
Abends bringt Markus Monza uns (Rebecca, Jürgen, Franziska und mich) zur Rodoviária: Auf ins Pantanal!

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