Paulistas und VW-Vortrag

Als ich aufwache, sind alle Sofas belegt: Einige Neffen von Ângela sind über Nacht angekommen, und wollen erst einmal bleiben. Sie kommen aus São Paulo, waren in Rio Grande do Sul im Urlaub und haben sich auf der Rückfahrt gedacht: Wir haben doch noch eine Tante in Florianópolis, die wir lange nicht mehr besucht haben. Die hat eine große Wohnung, und so. Nur haben sie nicht bedacht, dass die Tante aus Florianópolis ne Menge ausländischer Studenten in ihrer großen Wohnung beherbergt, so dass für die Jungs dann mitten in der Nacht nur das Sofa blieb. Delmo packt seine Sachen, er fliegt heute wieder für seinen Arbeitgeber 20 Tage lang in die USA, so dass ich das Auto nach wie vor nur von außen kenne:


Delmo hat sich einen schicken Chevrolet Zafira mit DVD-Player für die Fondsitze gekauft.

Abends gehe ich auf einen Vortrag über Logistikoptimierung vom Volkswagenwerk in Curitiba. Den einleitenden Vortrag hält der Logistikprofessor, der etwas aus seiner Vorlesung erzählt, z.B. das von 1,3 Millionen brasilianischen Straßenkilometern nur etwa 300.000 km asphaltiert seien. Dann spricht der Logistikchef von VW do Brasil über den Bau des Werkes in Curitiba, und wie man die Logistikkosten um das Zehnfache senken konnte: Man hat einfach die (deutschen) Zulieferunternehmen in der Nähe des Werkes angesiedelt, und musste die Teile nicht mehr aus Deutschland einfliegen lassen. Ist jetzt keine soo neue oder überraschende Idee, aber immerhin konnte ich ihm noch die Bewerbungen der Unibral-Kandidaten für das kommende Jahr mitgeben.

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