
Am Dreiländereck waren wir natürlich auch (wieder).
Wir fahren wieder mit dem Kleinbus, mit dem wir schon zu Ostern in Argentinien waren, los. Allerdings hat der Reiseführer gewechselt, so dass jetzt ein deutlich jüngerer Kollege von der Partie ist. Wir müssen ihm erklären, dass wir als Quasi-Brasilianer Rabatt bekommen, und er bekommt es tatsächlich hin. Neben Franziska fahren noch ein paar Engländer mit, die zum Teil auch bei Laura untergekommen sind. Diese machen mit dem Führer alle die teure Bootstour mit, während wir uns zu Fuß auf Erkundung begeben. Da es noch ziemlich früh ist, und sich noch keine langen Schlangen am Bahnhof zum Teufelsrachen gebildet haben, fahren wir dort erst einmal hin. Das war dann auch die bessere Entscheidung, denn der Fußweg ist noch beinahe überspült. Auch der Steg zum Teufelsrachen ist beinahe überflutet und war bis gestern noch gesperrt. Es ist Regenzeit, die Wassermenge hier ist ziemlich unterschiedlich zum letzten Mal: Waren früher viele Inseln im Wasser, ist heute alles ein reißender Schlammstrom. Zurück auf der zu erwandernden Seite, ist heute die Insel gesperrt, und der Strand, an dem sonst die Boote anlandeten, ist vollkommen überflutet. Somit ist auch der Bootsverkehr eingestellt. Alle Teile der Fälle, die zu Ostern trocken lagen, sind jetzt wasserumspült, ein ganz anderer Eindruck von den Fällen.
Der neue Führer ist offenbar, was Zeiten angeht, auch noch nicht wirklich erfahren (oder einfach unpünktlich). Wir hatten uns für halb sechs wieder am Ausgang verabredet. Wäre der Motorista des Busses nicht gekommen, wären wir sicherlich mit einem öffentlichen Bus zurückgefahren, denn der Führer kam mit der Bootstruppe eine Stunde verspätet zurück. „Die Flut“, sagt er. Als ob die nicht gestern auch schon da gewesen wäre.
Das Positive: Beim Warten mit dem Motorista empfiehlt er uns ein Restaurant in Foz, wo es ein Suppenbuffet gibt. Genau das Richtige, und auf dem Weg dorthin finden wir außerdem noch eine Eisdiele, so dass das Dessert vor dem Hauptgang eingenommen wurde. Das Suppenbuffet war aber auch gut, außerdem gab es Reis mit Geschnetzeltem dazu.

