Ich habe nicht besonders gut geschlafen während der nächtlichen Busfahrt, und zu allem Überfluss ist es regnerisch und kalt in Porto Alegre, als der Bus in die Rodoviária der Haupstadt Rio Grande do Suls einbiegt.
Im Hotel Palácio angekommen, schlafen wir zunächst einmal aus, bevor wir mit Anna und Michiko den Mercado Público und ein Museum besuchen. Das schlechte Wetter zwingt zu Spontankäufen von Regenschirmen und zum Kakaotrinken im Museumscafé.

Schon vor Anna waren die ersten Holländer in Porto Alegre…

etwas eigenwillige Klang- und Neonröhreninstallation im Museum
Im Museum läuft die Biennale Südamerikas, im Keller mit einigen interessanten Klanginstallationen.
Rika und Takuya waren schon vorher losgezogen, um sich mit anderen japanischen Austauschstudenten zu treffen, die an der UFRGS (das Pendant zur UFSC in Rio Grande do Sul) studieren. Vor dem Konzert treffen wir uns also mit Rika, Takuya, Misuzu, Keiko und Jutta (ein japanischer Männername) in einem Einkaufszentrum.

Unibral von Japan aus: Jutta, Misuzu, Rika, Keiko, Michiko, Takuya
Von da aus laufen wir zu Fuß ins Gigantinho, eine große runde Sporthalle, in der heute Abend Ivete Sangalo auftreten wird. Als wir ankommen, ist die Halle noch ziemlich leer. Während über uns ein großes Gewitter tobt, versuchen Bier- und Chipsverkäufer sich durch die größer werdenden Menschenmengen in der Halle zu bahnen. Eine Vorband gibt es leider nicht, und auch keinen Verkaufsstand für diverse Devotionalen, wie z.B. T-Shirts.
Um ca. halb elf geht dann das Konzert los, sehr geniale Show. „Quero beijar a sua boca louca!” heißt ein Lied: „Ich möchte auf Deinen verrückten Mund küssen!“. Die Halle bebt, als Ivete ihr bekanntestes Lied „Levantou Poeira“ singt, „Es hat Staub aufgewirbelt“.

Ivete!
