Morgens stelle ich Hélvio kurz die Demoversion der Software vor und erkläre ihm, dass sie auf dem Server installiert werden müsste, dafür aber nicht auf jedem einzelnen Rechner. Die Benutzer können sich mittels Browser einloggen, und da ja eh alle Rechner vernetzt sind, ist dieses eine praktische Sache. Hélvio ist zufrieden und erklärt: Bei Olsen gibt es zwei Informatiker: Sandro für die Hardware, und Marcelo für die Software. Letzteren ruft er an, Marcelo verspricht, er werde mir die Software installieren. Ein Linux-Server mit MySQL und PHP sei vorhanden, also kein großer Aufwand.
Bis dahin kümmere ich mich wieder um meine Vokabeln. Beim Mittagessen treffe ich Marcelo in der Kantine: Sorry, er müsse einen Rechner für die bevorstehende Gesundheitsmesse in Köln konfigurieren, und da müsste noch was programmiert werden, und das sei natürlich jetzt wichtiger als die Software für mich. Tja, und so kommt es, dass ich noch ein paar Vokabeln lerne, und heute und den gesamten Mittwoch ansonsten absolut gaar nichts zu tun habe.
Da ist es schon ein Höhepunkt, dass ich mir bei www.pauker.at, dem größten Online-Portugiesischwörterbuch, einen Login zulege und technische Vokabeln einspeichere. Hélvio hat eine Menge zu tun, und wenn ich nach dem zu unterzeichnenden Arbeitsvertrag frage, heißt es: „Tranqüile“. Das ist Hélvios Lieblingswort, wörtlich übersetzt Beruhig Dich, bei ihm universell eingesetzt immer wenn es heißen soll: Habe verstanden, geht in Ordnung, mach Dir keine Sorgen, alles zu seiner Zeit.
