Hund und Fußball

Hi,

1) ich habe seit gestern Abend einen Notebookstecker
2) Bilder und weitere Artikel folgen im Laufe des Tages oder morgen (sind da, bitte weiter unten schauen!)
3) ich habe Renato und andere Ilmenauer Studenten getroffen, die gerade in Floripa Urlaub machen und soll beste Grüsse ausrichten
4) Heute Abend fahren wir zu einem Fussbalspiel, 1. Liga, Floripa contre Rio
5) Mehr Infos bald…. auch zu den Themenparks
6) Muss jetzt zum Sprachkurs

Kurz nachdem ich diesen Eintrag verfasst hatte, bin ich zur Uni gefahren. Zumindest wollte ich das, denn als ich das Gartentor öffnete, ist mir Dusty entwischt und raus auf die Straße. Ich hinterher, da ist der Hund aber nur noch schneller geworden. Luiz war schon weg, aber Michelle war noch zu Hause, und so haben wir uns erst einmal daran gemacht, den orientierungslosen Hund wieder einzufangen. Dusty ist übrigens ein Deutscher Schäferhund, also ziemlich ausgewachsen. Durch die Straße, in der wir wohnen, faährt zwar nur alle 2-3 Minuten ein Auto, aber mit Straßenverkehr ist Dusty ist völlig überfordert gewesen, und die Autos mussten entsprechende Bremsmanöver einlegen. Nachdem Dusty dann 2-3 mal 500m nach rechts und 500m nach links die Straße runtergelaufen ist, aber jedes Mal am Grundstück vorbeigerannt ist, habe ich dann mein Fahrrad geschickt als Werkzeug eingesetzt: Als der Hund auf dem Bürgersteig ankam und am geöffneten Grundstückstor passieren wollte, habe ich das Fahrrad wie eine offene Tür schräg auf den Bürgersteig gestellt, so dass er eigentlich automatisch durchs Tor wieder aufs Grundstück finden müsste. So war mein Plan – und er funktionierte tatsächlich.
Dafür kam ich leider 20 Minuten zu spät zur Aula de português: Disculpe, Márcia! Estou atrasado!

So, und jetzt speziell für Uli und Ulf der Bericht zum Fußballspiel am Abend:

Vorspiel:
Wisst Ihr eingentlich, was ich in beinahe zwei Wochen Brasilien bis heute immer noch nicht betreten habe? Richtig: Den südamerikanischen Kontinent. Denn unser Umsteigepunkt, Rio’s Flughafen, liegt auf einer künstlichen Insel, und der Flughafen von Florianópolis, 80% der Stadt mit der Uni und meinem „Bairro“ Santa Mônica ebenfalls.
Das sollte sich heute ändern, denn das Estádio Orlando Scarpelli liegt im Stadtteil und damit sprichwörtlich auf dem Continente. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Carlos’s Elternhaus sind wir dann aufgebrochen, in der frohen Erwartung, jetzt die totale Fußballsambatrommlerlaolafeier zu erleben. Neben Carlos und uns sechs Ilmenauer Austauschstudenten hatten wir noch Christian und Kai im Gepäck, die auch in Ilmenau studieren und hier gerade mit Renato Urlaub machen. Auf dem Weg ins Stadion ging es schon gut los: Überall gab es in den Vorgärten und auf den Straßen mobile Würtchenstände, auf denen allerlei lecker duftendes Fleisch verkauft wurde: „Finger Weg, das ist Katzenfleisch“, meinte Carlos, ich hätt’s probiert, denn es roch tatsächlich gut. Von überall her strömten Fußballfans und Schlachtenbummler in Richtung Stadion, von dem es heißt, die Statik sei den stampfenden Massen nicht immer gewachsen, so dass man auf den Tribünen stehende Wellen erzeugen könne. Von diesen Gerüchten wollten wir uns natürlich selbst überzeugen, also hinein ins Weitenrund!

Der Gegner hieß leider nicht wie ich ursprünglich dachte, Rio, sondern Remo, und ist die Fußballmannschaft der Stadt Bélem im Norden Brasiliens. Und es war auch leider kein Erstligaspiel, sondern die Hinrunde im Brasilienpokal. Dennoch spielen beide Mannschaften in Brasiliens erster Liga, wenn sie nicht gerade um den Pokal spielen.

Langsam hat sich auch das Stadion etwa zur Hälfte gefüllt, und weder der Popcornverkäufer noch der „Refri-Agua“ (Erfrischungsgetränke und Wasser) werden müde, mit ihren Produkten durch die Sitzreihen auf der Tribüne zu ziehen und ihre Produkte lauthals zu vermarkten.

Das Gespann um den Schiedsrichter, seine beiden Linienrichter und der Mann, der die Auswechseltafel bedient, betritt das Spielfeld. Selbstverständlich unter dem Schutz von etwa 10 Bereitschaftspolizisten, die den mit ihren Schutzschildern Buhrufe und andere von den Zuschauertribünen zu erwartende Flanken abwehren sollen. Und dann ein Riesenapplaus: Die Mannschaften strömen aus den Kabinen. Ein Fanclub macht schon richtig Stimmung mit Trommeln, Hupen und heißen Rhythmen. Zu jedem Spieler der Figueirenses haben sie ein Lied, und die Spieler lassen sich natürlich feiern, oder geben noch Interviews auf dem Feld, als der Schiedsrichter schon den Anstoß anzeigt.
Das Spiel beginnt:
Der Ball ist im Spiel, und kaum sind 10 Sekunden vorbei, liegt einer der Spieler reglos auf dem Platz. Leider konnten wir nicht sehen was passiert war, aber es war halt eine Spielunterbrechung, der Spieler wurde auf einer Bahre abtransportiert und zu einem Krankenwagen getragen. Reporter waren natürlich auch auf dem Spielfeld, Interviews mit dem verletzten Spieler und dem Top-Scorer der Mannschaft sind immer gefragt.

Nach etwa 5 Minuten geht es weiter. Die Fans haben sich etwas beruhigt, nur der eine Fanclub macht noch Stimmung und tanzt wie wild durch die Reihen. An mitgebrachten Radiogeräten verfolgen die Zuschauer die Kommentare der Radiomoderatoren.

Dann wird es aber regelrecht ruhig und still auf den Tribünen und auch die Spieler bieten alles andere als guten Fußball, es geht irgendwie nichts ab. Keine Stimmung, miserable Flanken, kaum Torchancen, immerhin sind die Figueirenses meist im Ballbesitz, aber das war’s auch schon. Ab und zu gibt es Auswechslungen und verletzte Spieler, aber auf den Tribünen rührt sich niemand, um die Mannschaft anzufeuern. Niemand? Nein, einzig der kleine Haufen der Samba tanzenden Kollegen auf der anderen Seite macht Stimmung, aber der gemeine Torcedor (Fan) ist irgendwie gar nicht gut gelaunt: Er pfeift wenn etwas schief geht, und applaudiert nicht, wenn doch mal etwas gelingt. Fast zwei Halbzeiten lang geht das so, Figueirense hatte maximal 10 Torschüsse, und Remo die Hälfte – und verwandelten einen.


Freistoß für Figueirense

Die Leute von Remo hatten jedoch maximal 50 Fans mitgebracht, so überwiegten die Buhrufe der Figueirense-Fans gegen Schiedrichter, die eigene Mannschaft und überhaupt. Das Stadion leerte sich, irgendwann war das Spiel zu Ende und die richtigen Fans längst auf dem Weg nach Hause.

Ich werde mich erkundigen, wann es mal lohnt, dorthin zu gehen. Ingmar und Kai haben Fotos gemacht, vielleicht werde ich die noch bekommen…

Armação

So, das Wochenende ist nun zu Ende, hier ist mein Bericht:

Das brasiliansche Bussystem funktioniert überraschend gut, man kann einfach überall hinfahren, die Anschlüsse funktionieren, es gibt grosse Umsteigeterminals, und nach 2x umsteigen sind wir in Armação im Süden der Ilha da Santa Catarina.
Markus und Anne sind mit Carlos im Auto vorgefahren, haben das Gepäck mitgenommen und und schon ein Casa klargemacht, als wir ankamen. 25 Reais pro Nacht sind ja fast geschenkt, noch schnell zum Supermercado und noch etwas eingekauft, und dann schauen wir mal was das Nachtleben von Armação so bietet. Nicht viel. Nach einem Cheeseburger sind wir dann in der einzigen Strandkneipe gelandet, und irgendwann haben wir Eliza und Luiza kennengelernt, zwei Studentinnen aus Porto Alegre. Da Eliza in Deutschland aufgewachsen ist, ging es dann Portugiesisch – Deutsch – Englisch weiter. Wir haben gelernt, wie man in Brasilien einen Schluckauf bekämpft (kopfüber bücken, dann Glas auf der Oberlippe statt auf der Unterlippe ansetzen und trinken) und mussten feststellen, dass die Kinderlieder, die uns unsere Portugiesischlehrerin beigebracht hat, zweideutige Textpassagen enthalten.


Eliza bekämpft Christians Schluckauf

Am nächsten Tag sind wir mit einem Fischerboot auf die Ilha do Campeche gefahren. Nach der 30minütigen Überfahrt erwartete uns feinster Sandstrand, viel Sonne, und Meer. Bei Christian hat sich ein fetter Sonnenbrand auf dem Rücken gebildet.


Die letzten Meter mussten wir zu Fuß waten Foto: Chr. Forst

Die Insel ist offenbar Naturschutzgebiet, und die Touristen dürfen nur an den Strand, der Urwald dahinter, aus dem manchmal kleine Ameisenbären o.ä. kam, ist abgesperrt und wird bewacht (Wieder zu Hause angekommen erzählte mir Michelle, dass man geführte Touren machen könne.) Zurück auf der grossen Insel da Santa Catarina haben wir dann noch einmal eingekauft, und eine sehr leckere grosse Pizza gegessen. Abends haben wir die beiden Mädels wiedergetroffen und erfahren, dass Luiza Alpträume hatte, in denen alle möglichen ihrer Bekannten Deutsch mit ihr sprachen, was sie nicht versteht. Das lag wohl daran, dass Elize sie manchmal irgendetwas auf Deutsch gefragt hatte…
Dafür haben wir an diesem Abend noch ein bisschen am Strand gesessen, erkennen nun das Kreuz des Südens am Nachthimmel (den Polarstern kann man ja auf der Südhalbkugel nicht sehen), wissen jezt was ein vira-lata ist (wörtlich übersetzt ein Dosendreher und das brasilianische Pendant für Strassenköter) und ein brasilianisches Kartenspiel kennengelernt, bei dem es nicht darauf ankommt zu gewinnen, sondern nicht derjenige zu sein, der verliert. Und Markus Ritter hat 3 von 3 Spielen verloren….
Heute morgen war es dann ziemlich bewölkt, wir waren nur kurz am Strand und haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, wo ich trotz eines Gewitters (trovoada) erst einmal richtig ausgeschlafen habe.

MMG

Vamos na praia no fim-de-semana

Hallo,
Am Wochenende werden wir an den Strand fahren. Carlos, der Gastbruder vom anderen Markus, telefoniert gerade ein paar Casas ab.
In den Portugiesischkursen sehen wir einen Film namens Central do Brasil (so heisst der Hbf vom Rio). Wir schauen Szene fuer Szene, erst ohne Untertitel, dann beantworten wir Fragen dazu, und sehen uns dann die Szene noch einmal mit Untertiteln an.
Ausserdem machen wir neben Vokabular- und Grammatikübbungen auch Phonetik: Für Deutsche ist es schwer bis unmöglich, einige portiesische Diphtonlaute auszusprechen. Ein Beispiel: „Filha“ im Portugiesischen heisst Tochter und „lh“ ist ein Doppellaut, so wie wir im Deutschen z.B. ch oder st haben. Wenn ein Deutscher Filha, „filja“ ausspricht, legt er die Zunge spitzt an die vorderen oberen Schneidezähne an, und sagt eigentlich „filia“. Eigentlich müsste er die Zunge beim „lh“ jedoch breit an die unteren Schneidezähne pressen und dabei etwas nach unten rollen. Das fällt Deutschen im Allgemeinen schwer. Das eigentlich Schwierige ist es jedoch, sich beim Sprechen auf die Stellung der Zunge zu konzentrieren, darüber denkt man ja normalerweise nicht nach.

Bis heute abend um 17:45 haben wir noch aulas de Portugûes, danach werden wir an den Strand fahren. Die Saison ist vorbei, Casas sind mais barato (günstiger) und auch wohl ohne Probleme recht spontan für ein Wochenende zu mieten. Marcia, die Professora de Portugûes gab uns schon den Tipp, bei Fischern (=pesquadores) oder in Restaurants zu Fragen, und wer selbst kein Zimmer habe, kenne jemanden der eins vermietet. Wir werden mit dem Bus rausfahren, wobei Autos auch recht günstig zu mieten sind: etwa 60 Reais pro Tag, sind ca. 18 Euro, verteilt auf 4…5 Personen, das kann man sich wohl mal leisten.

Am Dienstag haben wir Felipe getroffen, einen Brasilianer der im letzten Jahr in Deutschland war und mit uns in Ilmenau Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Es war die Erstsemesterparty der brasilanischen calores, Erstsemestler, für Engenharia de Produção, Wirtschaftsingenieurwesen.
Calores müssen am ihren ersten Tag auf die Strasse gehen und Geld sammeln, sich von älteren Semestern anmalen lassen und wohl auch viel trinken, ihren Kopf in Mehl tauchen und mit Wasser abwaschen und sonstige Spielchen machen. Abends kannte Felipe die Kommilitonen am Bierausschank, und es gab Freibier für alle Wirtschaftsingenieure. Dafür mussten wir ein oranges Bändchen bekommen, und Felipe handelte mit seinen Kumpels aus, dass wir an den Stand kommen müssten, uns auf Portugiesisch vorstellen mussten und sagen, was wir studieren, woher wir kommen, das wir Austauschstudenten seien etc. Die Basilianer hatten natürlich ihren Spass mit unseren Portugiesischkenntnissen, wir haben schlussendlich eines der begehrten Bändchen bekommen und immer wenn wir in das Gedrängel am Stand kamen riefen die Jungs hinter der Theke schon: „Oh, os alemãos, Bier por os alemãos!“
Im Laufe des Abends haben wir die Studenten kennengelernt, die jetzt im April für ein Jahr nach Deutschland gehen, wir haben die kleine Schwester von Aline (auch eine brasilianische Studentin, die in Deutschland war) kennengelernt) und die genauso aussieht wie ihre Scwester.

Am Mittwoch waren wir im Akademischen Auslandsamt, das läuft hier alles ganz locker, irgendwann in der kommenden Woche werden wir auch offziell immatrikuliert, bekommen einen Login (im Moment sitzen wir zum Mailen in einem Computerraum, wo man auch ohne Login reinkommt, es aber nur Pentium-I-PCs mit Windows95 gibt, die ziemliche Krücken sind).
Vor dem Auslandamt hing jedenfalls ein Ilmenauer ISWI-Plakat!


Vera und ich vor dem akademischen Auslandsamt der UFSC, mit Einladung zur ISWI in Ilmenau

Einen Notebookadapter habe ich noch nicht, Luiz fährt aber heute ins Centro und kennt dort ein paar Elektroläden, er will mal schauen ob er was findet. Mir wurde in einem Geschäft schon ageboten: Kabel durchschneiden, Lüsterklemme dazwischen und dann brasilianischen Stecker davor. Das habe ich erst einmal dankend abgelehnt…
Am Wochenende wird er nach Brasilia fliegen, da er als Verwaltungsrechtsprofessor im April nach Italien zu einer weltweiten Konferenz über Vergleiche von Rechtssystemen der zweiten Kammer der jeweiligen Staaten fliegt. Er wird der brasilianische Vertreter sein und trifft sich jetzt am Wochenende mit irgendwelchen Juristen in Brasilia, um dort die brasilianische Postion auszuarbeiten.

So, ich grüsse Euch alle, und wünsche den Ilmenauern viel Erfolg bei PM und anderen Prüfungen und den vielen März-Geburtstagkindern „Parabéns por você“, so singt man hier „Happy Birthday to you“.
MMG

Notebookstecker

Hallo,

leider passiert in meinem Tagebuch im Augenblick nichts. Das liegt daran, dass mein Notebookakku leer ist und der Stecker doch nicht in die brasilianischen Steckdosen passt (der Stecker vom Handyladegerät passt eigenartigerweise). Auf dem Notebook sind einige Artikelentwürfe und besonders viele Fotos. Ich war heute schon in der Stadt und habe nach Adaptern gefragt, aber bisher nicht gefunden. Bis dahin ist hier leider nicht soo viel los, unsere Portugiesischkurse haben Montag begonnnen, wir sind jetzt bei der Policia Federal registriert (Finderabdrücke gegen Aufenthaltserlaubnis), und ich habe eine brasilianische Handynummer: 0055 – 48 – 9936 – 0578


diese Fingerabdrücke gehören Christian Forst, nicht mir

MMG

Santo Antônio de Lisboa

Dieser Artikel lag lange auf meinem Notebook und wird leider erst jetzt veröffentlicht:

Heute bin ich wieder recht früh aufgestanden. Unter der Dusche habe ich beschlossen, dass ich neben Tagebucheinträgen auch mal „Themenparks“ machen müsste, z.B. über Autotypen in Brasilien, über Dialekte (Sotaques), und halt über die Vorteile von brasilianischen Duschbrausen mit elektrischem Durchlauferhitzer. Die sind nämlich echt muito bom.
Dazu werde ich in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich noch etwas schreiben.
Geschrieben habe ich dann jedoch zuerst mal weiter am Tagebuch, es war noch niemand aufgestanden und der PC war frei, so dass ich mal eine Zusammenfassung vom Samstag begonnen habe. Irgendwann um 10 haben wir dann zusammen ausgiebig gefrühstückt: Pão francês sind Brötchen, die wie die Aufbackbrötchen aus dem Aldi/Kaufland aus Baguetteteig sind. Pão de quejo ist eine Spezialität aus Minas Gerais, winzige Käsebrötchen, welche man mit einem Happen essen kann. Als Brotaufstrich steht neben quejo und presunto (=Schinken) auch eine Art Käsequark namens Requejão cremoso zur Auswahl, der sehr lecker schmeckt.

Nach dem Frühstück habe ich etwa eine Stunde lang mir unregelmäßige Verben und ihre Vergangenheitsformen angschaut – ich merke dass ich dort die meisten Fehler mache. Dann habe ich das Telefonbuch von Florinanópolis entdeckt, von dem es heißt, dass es die einzige ordentliche Karte der Ilha da Santa Catarina und einen Stadtplan von Florípa enthalte. Gut, wer mich kennt, weiß, dass jetzt keine Vokabeln mehr gelernt wurden, und ich mir zunächst mal einen geographischen Überblick über unsere gestrige Inselrundfahrt verschafft habe.

Zum Mittagessen sind wir mit Bekannten von Luiz und Michelle aus Blumenau verabredet gewesen, die zu Besuch in Florípa sind. Wir waren in einem Ort namens Santo Antônio de Lisboa, der sehr bucólio – ländlich – an der nördlichen Innenseite der Insel gelegen ist. So ist die Brandung nicht so stark, ein Familienstrand. Die Bekannten haben einen kleinen Jungen – João (Joachim) – der dann mit dem mitgereisten Kindermädchen an den Strand ist. Wir haben uns in einem kleinen Restaurant am Strand niedergelassen, die hatten Austern, Mariscoes (Shrimps), Muscheln und anderes Meeresgetier auf der Speisekarte, was ja wirklich nicht so mein Ding ist, allein schon wegen dem Geruch. Luiz hatte Verständnis, dass ich nichts bestellen wollte, und ich sagte, ich habe bei der Hitze auch nicht wirklich Hunger und bräuchte nichts zu essen. Er schlug vor, dass wir schon in ein kleines Café vorgehen sollten, wo alle sowieso später hingehen würden, und dort gäbe es ausgesucht gute Nudeln und darauf habe er auch mehr Appetit – sein Tenor war wohl: die Austern seien gute Delikatessen, aber satt machen, vergiss es.
So zogen wir also los durch den kleinen „mittelalterlichen“ Ort, der durch von den Azoren stammenden Siedlern geprägt wurde. Luiz erklärte mir, an welchen Häusern man azorische Einflüsse (janelas azuls = blaue Fensterläden) erkennen könne. Auf den Azoren war irgendwann im 17. oder 18. Jahrhundert eine Hungersnot ausgebrochen, es gab nicht genug zu essen und viele Einwohner zogen mit den Handelsschiffen, die zwischen Brasilien und Portugal verkehrten und auf den Azoren Zwischenstation machten, mit nach Brasilien. Dort ließen sie sich in Florianópolis nieder, weil sie dort auf ähnliche klimatische Bedingungen trafen. (Mittelalterlich in Anführungszeichen: Ich weiß, dass das Mittelalter gemeinhin mit der Entdeckung Amerikas endetete, aber ein Ort, der hier 200…300 Jahre alt ist, ist hier einfach eine Attraktion).

Santo Antônio de Lisboa

Inzwischen sind unsere Spaghetti mit Basilikum fertig, muito gostoso!, und die anderen kommen nach und trinken noch einen Kaffee, es gibt noch ein wenig Kuchen und irgendwann machen wir uns wieder auf den Nachhauseweg.

Abends waren wir noch in der Kirche, das war recht interessant:
Der Gottesdienst beginnt pünktlich, auch wenn während der ersten Lieder erst die Mehrheit der Gemeinde eintrudelt, und zunächst noch die Neuigkeiten vom Tage austauscht. Jugendliche machen Musik, aber das eigentlich beste ist ein Faltblatt, in der alle Lieder und Gebete, die gesungen und gesprochen werden, die gesamte Lesung, das Evangelium, das Glaubensbekenntnis, die Wandlung etc. abgedruckt stehen. Dieses Blatt wird zentral von der brasilianischen Kirche an alle Gemeinden verteilt, und ich kann dank dieser „Untertitel“ auch fast alles verstehen.
Nach der Kommunion werden die Vermeldungen verlesen, und beim Schlusslied lichten sich dann die Reihen erheblich. Draußen treffen wir uns noch mit den Leuten von der Studentengemeinde, der Pastor schüttelt allen Leuten die Hand und ich bekomme erklärt, dass Luiz‘ Kommentar von gestern, ich könne ja sogar Verben konjugieren,
1. ein Lob war und
2. ein Seitenhieb auf die Amis war, denn Amis sind wohl für ihre Infinitivbildungen verschrien…

Sábado

So jetzt ist auch schon der zweite Tag vorbei. Ich werde morgen ausfuehrlich was ueber die Absolventenfeier einer Bekannten von Luiz und Michelle schreiben, ueber unsere Inselrundfahrt, uebers Einkaufen und erste tolle Fotos gibt es auch. Ein bisschen kenne ich jetzt brasilianische Dialekte und weiss, dass Floripa 220V hat – Santa Catarina ist schliesslich deutsch gepraegt…!
Jetzt ist es hier schon 20 vor 1 nachts, ich habe gerade den Artikel von gestern geschrieben und bin jetzt zu muede. Vielen Dank fuer alle Mails, ich werde sie nach und nach beantworten.

Ist alles bestens, aber heiß…
00:42, Ventilator auf Volle Pulle, Fenster offen.

OK, jetzt ist es Sonntagmorgen und ich bin der erste der aufgestanden ist. Da werde ich mal eine Zusammenfassung des gestrigen Tages schreiben:

Mit dem Jetlack habe ich keine Probleme, ich bin abends zwar muede, aber komme dafuer morgens ziemlich gut aus dem Bett. Als ich aufstehe, ist Michelle aus dem Haus, ich fruehstuecke mit Luiz und wir unterhalten uns den ganzen Vormittag ueber, meistens auf Portugiesisch, was ich nicht erklaeren kann, sage ich auf Englisch. 70 Prozent von dem was er auf Portugiesisch sagt, kann ich verstehen.
Er ist Professor fuer Verwaltungsrecht, und seit einigen Jahren mit Michelle verheiratet, die Dozentin fuer Informatikkurse an einer Art Abendschule ist, und Elektrotechnik studiert hat. Jetzt, am Samstagmorgen nimmt sie Englischkurse.
Samstags kommt auch ein Hausmaedchen, Claudia, die etwas aufraeumt und buegelt.

Irgendwann mittags kommt Michelle zurueck, zusammen mit einem Studenten, ebenfalls Luiz, der 20 Jahre alt ist und wie ich Engenharia de Producao studiert. Er ist ein Freund von meinen Gasteltern, gemeinsam engagieren sie sich in der katholischen Universitaetsgemeinde. 2x Luiz und ich fahren zum Einkaufen, in den Angeloni, eine grosse Supermarktkette. Vorher machen wir noch eine kleine 10-minütige Tour auf der Avenida da Beira-Mare (?), der Küstenstrasse.
Dann haben wir gemeinsam gekocht, es gab Salat, Reis, Brocoli und Fleisch.
Vor dem Essen hat Luiz (Sr.) ein Tischgebet gesprochen, es war richtig lieb, er hat gedankt, dass Marcus da ist, das wir neue Freunde geworden sind und das wir uns so gut verstehen.
Inzwischen war es halb 3, und um 3 ist doch das Festa de Formatura em Engenharia die Materias (Abschlussfeier des Studienganges Werkstoffwissenschaften, da müssen wir doch hin! Schliesslich wird eine Bekannte von ihnen namens Ketner – auch aus der Hochschulgemeinde – heute dort ihren Hut aufsetzen. Also schick gemacht und auf zur Uni, dort gibt es einen grossen Festsaal, wo die gerade mal 25 Absolventen von ihren Professoren ihre Abschlusszuegnisse bekommen. Alles ist eine Riesenparty, es sind mindestens 500 Leute dabei, die wie Fans ihre Leute feiern, Lutftballons platzen lassen und mit Fanfaren aus Fussballstadien hupen.
Ansonsten ist alles perfekte Inszenierung, sehr amerikanisch, wie eine Bachelorfeier, mit entsprechenden Hüten und Roben,…
Am Ende kommt die Studentin, die sie kennen, dann zu ihrer Familie und ihren Bekannten, ich werde allen Leuten aus der katholischen Hochschulgruppe vorgestellt: Luiz sagt dann: „Er ist seit gestern hier, und kann schon Verben konjugieren – mehr oder weniger“, was allgemeine Erheiterung hervorruft. Wir werden fuer den Abend zum Dinner eingeladen und zum Abschlussball, der aber erst um halb 1 nachts beginnt. Das ist auch fuer Luiz und Michelle zu spaet, also beschliessen wir, noch zum Dinner zu gehen, aber nicht mehr zum Ball.
Da bis zum Abendessen noch ein paar Stunden Zeit sind, packen wir auch Luiz jr. mit ein und machen eine Inselrundfahrt. (Floripa liegt grösstenteils auf einer Insel.) Ich lerne die Lagoa (Stadtteil am See) kennen, das ist das Urlaubsgebiet. Wir fahren zum südamerikanischen Surfers Paradise, der Praia Joaquina, und geniessen vom Berg die Aussicht auf Lagoa.


2x Luiz und Michelle und die Aussicht auf die Lagoa, dahinter ein schmaler Küstenstreifen, danach der Antlantik

Dann gehts zurück in die Stadt, wir müssen ja noch auf den Morro da Cruz, den Kreuzberg. Es ist glaube ich die hoechste Erhebung der Insel, man hat einen wunderbaren Blick auf die Insel und den Stadtteil Continente, der wie der Name schon sagt eben nicht auf der Insel liegt, und über die bekannte Borgenbrücke von Gustave Eiffel sowie eine morderne Autobahnbrücke mit der Insel verbunden ist.
Auf dem Kreuzberg steht selbstverständlich ein Gipfelkreuz, überragt wird dieses von etwa 20 grossen Fernseh-, Radio-, Mobilfunk- und Satellitenmasten.


Morro da Cruz

Danach sind wir noch in den Angeloni gefahren und haben Blumen für Ketner gekauft, und sind dann zum Dinner in einem Restaurant aufgebrochen. Dort sind mir alle Gesichter aus der Hochschulgemeinde wieder begegnet, es ist wirklich eine nette Gruppe. Besonders lustig ist, dass sie alle aus verschiedenen Teilen Brasiliens nach Florianópolis gekommen sind und deswegen auch verschiedene Dialekte (Sotaques) sprechen. Mir wird erklärt, dass Leute aus Minas Gerais alle Endungen verschlucken und die Catarinenses brasilienweit für falar muito rápido – Schnellsprechen bekannt sind.
Es gibt eine grosse Buffetauswahl mit Speisen, deren Namen ich zum grössten Teil wieder vergessen habe, Luiz hat mich geschickt um Speisen mit Fisch herumdirigiert.
Zum Dessert gab es „typisch Deutsch“, denn Ketners Freund ist aus Pomerode, ein von deutschen Auswanderern aus Pommern gegründeter Ort. Er und seine Eltern sprechen gebrochen ein sehr altes Deutsch, und freuten sich, dass wir uns ein bisschen auf Deutsch unterhalten konnten.
Zum Dessert: Zu Griespudding mit Schokoüberzug sagen die Brasilianer „Puddschin“, Vannille- und Schokoladenpudding heissen Mousse chocolat e chocolat branco. Richtig lecker war jedoch „torta alemã“, eine Art Tiramisu ohne Alkohol.
Da nimmt man doch gern noch einen zweiten Gang, wenn einen der Tischnachbar auffordert: „Vamos enxer a pança“, lass uns noch mal den Pansen vollschlagen.
A pança ist aber auch in Brasilien sehr umgangssprachlich.


Ketner mit zwei Freundinnen

So, das wars.
MMG

Florianópolis

Bem-vindo em Floripa! = Herzlich Willkommen in Florianópolis!

Ja, wir sind alle gut angekommen. Auch wenn das mit dem Flug von Rio nach Floripa etwas problematisch war, weil: cancelado. Grund war auf Nachfrage: „Organisationelle Probleme.“ Das glaube ich nicht unbedingt, denn es wollten nur 7 Leute nach Florianópolis, und dafür wäre die Boeing wohl ein bisschen teuer gewesen, so dass wir einfach in einen späteren Flug eingebucht wurden. Resultat: Zwei zusätzliche Stunden am Flughafen von Rio, wo irgendwie gar nichts los war.

Schließlich kamen wir dann in Florianópolis an, wo uns Vera erwartete, mit ein paar Brasilianern. Koffer und Personen wurden auf zwei Autos verteilt und ab gings in die Stadt, erst einmal zu Cássia, der Uni-Mitarbeiterin, die fast alles organisiert. Bei Ihr zu Hause gab es Mittagessen, und unsere Gasteltern haben uns abgeholt.
Meine Gasteltern sind Luiz und Michelle, die ein Einfamilienhaus in Santa Mônica (ein Stadtteil von Florianópolis) bewohnen, zusammen mit einem großen Schäferhund namens Dusty.
Kinder haben sie nicht, ich wohne im Gaestezimmer mit eigener Dusche und Toilette, und es heißt: Der Kühlschrank (com bebidas bem geladas = mit gekühlten Getränken) ist fuer alle da.

Michelle und Liuz

Viel mehr habe ich nicht mehr mitbekommen, denn dann habe ich mich erst einmal schlafen gelegt. Danach habe ich gelernt, dass „tomar um banho“ auf Brasilianisch „duschen“ heisst, im Gegensatz zum Portugiesischen, wo es „tomar um douche“ heisst. Und einen Schlüssel sowie eine Einweisung in die Bedienung der Hausarlarmanlage habe ich bekommen mit der Maßgabe: Bleib so lange wie Du Lust hast, Du weißt ja wo alles ist und wie der Alarm funktioniert.
Danach bin ich mit dem Fahrrad (das mir Luiz und Michelle zur Verfuegung stellen) in den etwa 1km entfernten Stadtteil Trindade geradelt, wo sich die Uni befindet. Diese heisst „Universidade Federal de Santa Catarina“, abgekuerzt UFSC, gesprochen „Ufski“. Man beachte das „i“, welches omnipraäent ist: Internetschi und Bushi.
In der UFSC haben wir uns in Cássias Büro mit der Sprachlehrerin Márcia getroffen, die einen Einstufungstest gemacht hat. Wir sollten einfach ein bisschen auf Portugiesisch erzählen, was uns nach Brasilien treibt, was wir studieren, welche Sprachen wir noch sprechen, welche Zeitformen wir schon gelernt haben usw.
Wir haben uns für die Kurse verabredet, die am Montag beginnen werden und haben uns den Kursraum zeigen lassen.

Langsam wurde es „escuro“ draussen, es war ja auch schon halb 8 abends, also ab mit Vera zum Churrasco bei ihren Gasteltern. Und das war seeeehr genial: muito bom. Der Gastvater und Veras Freund (Sebastian von der TU Dresden) haben Hühnerherzen, halbe Rinder und Würstchen aufgespießt und so langsam kamen auch die ersten Gäste, es wurden mindestens 25. Die andere Mitbewohnerin dort, eine Japanerin, feierte ihren Abschied, denn sie musste am nächsten Tag zurueckfliegen, wir wurden begrüßt, und Vera Gastmutter verriet uns: Ihr Mann Delmo mache einfach gern Churrasco, und er macht es eh jeden Sexta-feira (Freitag), da kommt dann halt irgendwie jeder mal vorbei: Jetzt kenne ich Studenten aus allen Teilen Brasiliens, aus Chile, Oesterreich, Holândia, und sowieso.
Ich weiss nun um die beiden konkurrierenden Fußballklubs in Floripa, und dass man Würstenstücke in Maniokmehl taucht und dann isst, und dass Hühnerherzen zart und würzig schmecken.

Irgendwann um 12 war ich dann ziemlich müde, bin mit dem Fahrrad heim und das größte Problem hieß Dusty, lief hinter dem Grundstueckstor frei herum und war lauter als mögliche Geräusche einer Alarmanlage, als ich mich nur dem Tor näherte. Wie sollte ich die Meter zum Haus überwinden, ohne meine Gasteltern zu wecken und ohne von einem Hund, der mir bis zur Huefte geht, zerfleischt zu werden?
Zunaechst habe ich das Tor aufgeschlossen. Riesengebrüll. Aufschieben wagte ich nicht. Aber der Hund machte auch Krach, als Passanten oder Autos vorbeifuhren und -gingen. Na ja, nicht sooo schlimm also. Tor aufschieben, nur ein bisschen, dass der Hund nicht nach draußen fassen kann. Vorsichtig mit dem Vorderreifen des Fahrrades auf das heimatliche Grundstück vorgetastet. Freundlicheres Gebelle. Okay, scheint alles in Ordnung so weit, das Fahhrad kennt er ja auch. Langsam habe ich meinen Fuß aufs Grundstück gesetzt und durch den Torspalt geschoben. Das war alles ohne Probleme möglich. Das Tor habe ich ganz geöffnet, bin aber zuerst noch auf der Straße geblieben – wer weiß, vielleicht traut sich der Hund nicht raus. Das traute er sich – aber blieb freundlich. Ich also langsam aufs Grundstueck, und was macht der blöde Hund? Läuft durch das offene Tor auf die Straße und ist schon 10 m weg. Ich verliere meine Angst und taste mich zur Haustür vor uns schließe auf. Aber was soll jetzt mit dem Hund geschehen, und mit dem offenen Tor? Der Hund kam, legte sich vor mich nieder, ich machte in aller Ruhe das Tor zu – Puh, halb so wild.

Schlaf. Das war Tag 1 in Brasilien.

letzter Tagebucheintrag aus Deutschland

Heute fliege ich, sozusagen.
Franziska hat Geburtstag und zu ihrem nächsten Geburtstag plane ich in Finnland zu sein.
Mittags werden wir nach Frankfurt aufbrechen. Mein Koffer bringt es zur Zeit auf 17,5 kg von 20 erlaubten, da ist also noch etwas Luft.

Meine nächsten Termine lauten: Fr, 17:00 Sprachtest an der Uni, 19:00 Grillen bei Vera (eine Kommilitonin, die schon seit einem halben Jahr in Brasilien ist). Wohlgemerkt Ortszeit Florianópolis, was 4 Stunden hinter deutscher Zeit liegt. Daher auch die komischen Uhrzeiten hier unter jedem Tagebucheintrag, denn die sind auch auf brasilianische Zeit eingestellt.
Und dank meinem Interrail-Partner Uli kann man unter jedem Tagebucheintrag jetzt auch Kommentare loswerden:

letzte Vorbereitungen

In Osnabrück schneit es – viel für Osnabrücker Verhältnisse, mäßig für Thüringer Standards.
Aber das ist auch das einzige, was noch dazwischen kommen kann: Mein Visum ist da, die letzte Hepatitisimpfung ist drin, und überhaupt kann mich jetzt nicht mehr sooo viel aufhalten.

Außerdem treffen hier diverse Anfragen ein, was ich denn alles so aus Brasilien mitzubringen habe: Muscheln, Münzen und vieeeel Sonnenschein (letzteres wünschen sich die Osnabrücker).

Deutschlandreise

Das wars. Die Zeiten in der Schwanitzstraße 2 sind nun vorbei. Am letzten Wochenende haben mir ein paar Kommilitonen beim Auszug geholfen, und wir sind mit einem Sprinter zu meinen Eltern nach OS hochgefahren. In der letzten Woche habe ich dann meine Wohnung gestrichen, letzte Formalitäten erledigt und bin weg aus Ilmenau.
Mit Franziska habe ich meine Schwester in Tübingen besucht und einen Freund in Stuttgart, und nach einer kurzen Zwischenstation im Brasilianischen Konsulat in Frankfurt weiß ich nun, dass mein Visum bearbeitet wird.

Seit heute bin ich wieder Bürger der Stadt Georgsmarienhütte, d.h. rewessifiziert.