Armação

So, das Wochenende ist nun zu Ende, hier ist mein Bericht:

Das brasiliansche Bussystem funktioniert überraschend gut, man kann einfach überall hinfahren, die Anschlüsse funktionieren, es gibt grosse Umsteigeterminals, und nach 2x umsteigen sind wir in Armação im Süden der Ilha da Santa Catarina.
Markus und Anne sind mit Carlos im Auto vorgefahren, haben das Gepäck mitgenommen und und schon ein Casa klargemacht, als wir ankamen. 25 Reais pro Nacht sind ja fast geschenkt, noch schnell zum Supermercado und noch etwas eingekauft, und dann schauen wir mal was das Nachtleben von Armação so bietet. Nicht viel. Nach einem Cheeseburger sind wir dann in der einzigen Strandkneipe gelandet, und irgendwann haben wir Eliza und Luiza kennengelernt, zwei Studentinnen aus Porto Alegre. Da Eliza in Deutschland aufgewachsen ist, ging es dann Portugiesisch – Deutsch – Englisch weiter. Wir haben gelernt, wie man in Brasilien einen Schluckauf bekämpft (kopfüber bücken, dann Glas auf der Oberlippe statt auf der Unterlippe ansetzen und trinken) und mussten feststellen, dass die Kinderlieder, die uns unsere Portugiesischlehrerin beigebracht hat, zweideutige Textpassagen enthalten.


Eliza bekämpft Christians Schluckauf

Am nächsten Tag sind wir mit einem Fischerboot auf die Ilha do Campeche gefahren. Nach der 30minütigen Überfahrt erwartete uns feinster Sandstrand, viel Sonne, und Meer. Bei Christian hat sich ein fetter Sonnenbrand auf dem Rücken gebildet.


Die letzten Meter mussten wir zu Fuß waten Foto: Chr. Forst

Die Insel ist offenbar Naturschutzgebiet, und die Touristen dürfen nur an den Strand, der Urwald dahinter, aus dem manchmal kleine Ameisenbären o.ä. kam, ist abgesperrt und wird bewacht (Wieder zu Hause angekommen erzählte mir Michelle, dass man geführte Touren machen könne.) Zurück auf der grossen Insel da Santa Catarina haben wir dann noch einmal eingekauft, und eine sehr leckere grosse Pizza gegessen. Abends haben wir die beiden Mädels wiedergetroffen und erfahren, dass Luiza Alpträume hatte, in denen alle möglichen ihrer Bekannten Deutsch mit ihr sprachen, was sie nicht versteht. Das lag wohl daran, dass Elize sie manchmal irgendetwas auf Deutsch gefragt hatte…
Dafür haben wir an diesem Abend noch ein bisschen am Strand gesessen, erkennen nun das Kreuz des Südens am Nachthimmel (den Polarstern kann man ja auf der Südhalbkugel nicht sehen), wissen jezt was ein vira-lata ist (wörtlich übersetzt ein Dosendreher und das brasilianische Pendant für Strassenköter) und ein brasilianisches Kartenspiel kennengelernt, bei dem es nicht darauf ankommt zu gewinnen, sondern nicht derjenige zu sein, der verliert. Und Markus Ritter hat 3 von 3 Spielen verloren….
Heute morgen war es dann ziemlich bewölkt, wir waren nur kurz am Strand und haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, wo ich trotz eines Gewitters (trovoada) erst einmal richtig ausgeschlafen habe.

MMG

Eine Antwort auf „Armação“

  1. Hi Ganse!
    Bin gerade erst seit 1 Woche wieder aus'm Skiurlaub in Obertauern zurück und jetzt kann auch hier im Osna-Land endlich mal der Frühling kommen… – Aber am Mittwoch sah's wettermäßig schon ganz gut aus, auch wenn Du mit Deinen Sommerfotos und den Berichten doch ein wenig FERNWEH erzeugst… Hast in der kurzen Zeit ja nun wirklich schon super viel erlebt ;-))
    Weiterhin viel Spass in Florianopolis
    Rüdi

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