Oktoberfest

Heute war wieder einmal Konversationsrunde mit den Brasilianern in der Verdilha, alle sind schon gespannt auf das Oktoberfest. Die Karten hat Fábio organisiert, und alle fahren mit. In vorletzter Minute entscheidet sich auch Rebecca, mitzufahren, und besorgt sich nachmittags noch Karten in der Stadt.
Während dessen schreibe ich meinen Portugiesischtest, es läuft ganz gut. In PCP bekommen wir die Aufgabe, die ersten sechs Perioden des neuen Spiels zu spielen.
Nun kommt die Stunde des Herrn Ritter, sich in allerletzter Minute um Karten zu kümmern, was mit erheblichem Aufwand beim Ticketkauf verbunden ist.


Forsti hat sich schick gemacht fürs Fest

Währenddessen treffen Franziska, Steve, Forsti und ich uns in der Odontologocia-Lanchonete auf einen X-Salada. Das geplante Vorglühen bei Calipro entfällt dann irgendwie doch, und mit Fábio fahren wir in die Stadt, wo ein abgewrackter Catarinense-Bus auf uns wartet. Die Reise organisiert hat ein abgewrackter Mittvierziger, der heute mal den großen Chef spielen kann, aber mit einer Horde trinklustiger Studenten dann doch ein wenig überfordert ist. Er versuchts mit militärischem Drill, und das stößt auf allgemeines Gelächter.
Drei Viertel des Busses sind Studenten der Engenharia de Produção, die wir ja auch alle schon kenne, sowie Freunde von ihnen. Ist also ein richtiger Familiennausflug. Eine Dreiviertelstunde verbringen wir in einer Polizeikontrolle vor den Toren Blumenaus. Die ganze Fahrt hatten wir im Gang gestanden, und nun brüllt der große Anführer von vorn „Hinsetzen! Polizei!“ und sieht seine große Stunde gekommen. „Wie gut, dass er noch eine Flasche Dreher (Schnaps) dabei hat, um einigermaßen wieder herunter zu kommen“, stellt Steve fest.
Kurz vor Mitternacht kommen wir dann auf dem Oktoberfest an, und es ist noch nicht einmal sooo voll. Das kommt dann erst ab 1 Uhr in der Nacht, wenn Blumenaus Jugendlichen geschlossen da sind. Überhaupt seind 75% der Besucher unter 30. Die Bands kommen zum großen Teil aus Deutschland, die jedes zweite Lied wacker „Ein Prosit…!“ anstimmen müssen, denn nur das kennen die Brasilianer und nur das wollen die Brasilianer hören. Sitzbänke gibt es kaum, man geht eigentlich nur zum Ausruhen dahin, wenn man nicht gerade tanzt. Und das Bier? Wird in normalen Trinkgläsern serviert, schon gar nicht in Maßkrügen. Irgendwann im Laufe des Abends schlage ich mich mit Forsti und Steve an den Ort des Trinkwettbewerbes Chopp em Metro durch. Forsti hat auch mitgemacht, aber leider nicht gewonnen. Dabei wird das Bier in langen schmalen Glasröhren serviert, die unten eine Kugel und oben wie ein Weinglas geformt sind, serviert. Und dann ist es die Kunst möglichst schnell zu trinken, ohne einen tropfen zu verschütten. Die Schwierigkeiten entstehen, wenn die erste Luftsäule die untere Kugel erreicht und ein Bierschwall auf das Gesicht zusteuert.


Chopp-em-metro

Irgendwann spricht uns ein junger Deutscher an, Thomas, der in Blumenau studiert. Mit dem bin ich noch weiter übers Fest gezogen, während Forsti und Steve noch geblieben sind. Währenddessen war Franziska mit Su und Dayane los, und Su hat wohl einem Bühnenmoderator gesteckt, dass mit Franziska eine echte Deutsche anwesend sei. Franziska muss auf die Bühne, und bringt mit „Eu amo o Brasil“ natürlich die Herzen der Brasilianer auf ihre Seite.


Franziska, Suyene, Patricia und der Santista

Wir treffen uns zum Souvenirkauf wieder, und um fünf Uhr morgens, als in Blumenau die Dämmerung einsetzt, machen wir uns auf den Weg nach Hause.


Leider im Suff die Buchstaben vertauscht

viel zu tun – wenig Zeit zum Schreiben

Hallo,

momentan gibt es an der Uni viel zu tun: Eine Prüfung in Engenharia de Software habe ich geschrieben (die nach langer Vorbereitung dann doch nur Multiple Choice war…), morgen steht ein Portugiesischtest an.
Außerdem waren wir viel unterwegs, am Wochenende z.B. in Porto Alegre, wo wir uns mit den Japanern u.a. ein Konzert von Ivete Sangalo (etwa wie Madonna in Brasilien) angeschaut haben.
Wir haben eine Technologiefirma besichtigt und viele neue Freunde unter den Freunden der brasilianischen Austauschpartner kennen gelernt.
Mein Onkel und meine Tante sind letzte Woche in Floripa gelandet, sie besuchen Edgar in Blumenau. Da fahren wir morgen auch hin: Mit unseren Austauschpartnern und einigen brasilianischen und deutschen Kommilitonen fahren wir aufs Oktoberfest in Blumenau.

D.h.: zum Tagebuch schreiben komme ich momentan nicht sooo sehr, daher ist das erst ein provisorischer Artikel und alles andere exisitiert bisher nur stichpunktartig.

Imagem e Ação

Am Sonntag konnten wir dann wieder zu Hause erst einmal ausschlafen, und ich habe tagsüber telefoniert und etwas für den Portugiesischtest in der nächsten Woche gelernt. Passivsätze und Subjonktive. Der Abend wurde dann wieder richtig witzig, da wir uns mit den Brasilianern im Calipro-Studentenbüro getroffen haben, und „Imagem e Ação“ (Bild und Aktion) gespielt haben, eine Mischung aus Tabu und den Montagsmalern.
Su, Franziska, der Santista, Leandro, Artur, Dayane, MMG Entweder durch Gesten oder durch Tafelmalerei muss die eigene Gruppe einen Begriff erraten, mal müssen beide Gruppen den gleichen Begriff synchron erraten, wobei die Schnelligkeit und Ausdrucksstärke des Erklärenden viele Vorteile verschafft. So erklärte Franziska das Wort „Erfindung“ mit einem Fahrrad mit eckigen Rädern. Erstaunlich ist, dass Brasilianer offenbar glauben, in Gaskammern würden elektrische Stühle stehen. Den Vogel abgeschossen hat jedoch Vinicius mit seinem Zebra:
Zebra

Stadtrundfahrt in Porto Alegre

Morgens stehen wir ziemlich früh auf, denn um 9 Uhr fängt die Stadtrundfahrt an. „Wenn mehr als 20 Leute zusammenkommen“, heißt es dann am Schalter. Aber für 11 Uhr sei eine große Gruppe angemeldet, wo wir im Bus mitfahren könnten. Also müssen wir unnütz zwei Stunden totschlagen. So sehr totschlagen müssen wir diese dann doch nicht, denn in der Nähe befindet sich die Kathedrale und weitere historische Gebäude, die wir besichtigen.


Porto Alegre – einzige schöne Ansicht

Wobei in Porto Alegre historische Gebäude selten sind, und wenn es welche gibt, steht daneben ein 20stöckiges hässliches Hochhaus aus den Siebzigern.
Die Stadtrundfahrt wird dann ziemlich witzig, da der Führer ein echter Gaúcho ist und sowohl das „R“ als auch seine Herkunft aus Rio Grande do Sul besonders stark betont, und seien es nur Kleinigkeiten: „Aqui uma loja da marrravilhosa emprrresa rrrriogrrrandense VARRIG!“ – und hier eine Filiale der wunderbaren Fluggesellschaft VARIG aus Rio Grande do Sul!“.


Historisches Gebäude: Auf das Umfeld kommt es an!


Auf der Stadtrundfahrt gesehen

Nach der Stadtrundfahrt schnappen wir uns unsere Sachen aus dem Hotel, und Franziska und ich entscheiden uns, heute schon zurück nach Floripa zu fahren.
Auf der Rückfahrt am Abend wird klar, warum die größtenteils nur einspurige Straße von Porto Alegre nach Florianópolis als Landstraße des Todes brüchtigt ist: Einmal ist die Straße gesperrt, weitere Male fahren wir an Unfallstellen vorbei, wo LKWs, Autos und sogar einmal ein Panzertransporter der Armee mit aufgeschnalltem Panzer im Graben liegen, als Folge von wahrscheinlich ungeglückten riskanten Überholmanövern.
Gegen 1 Uhr morgens erreichen wir Floripa und nehmen den Madrugadão Centro, den Nachtbus.


Kaufhausdetektiv

Ivete Sangalo

Ich habe nicht besonders gut geschlafen während der nächtlichen Busfahrt, und zu allem Überfluss ist es regnerisch und kalt in Porto Alegre, als der Bus in die Rodoviária der Haupstadt Rio Grande do Suls einbiegt.
Im Hotel Palácio angekommen, schlafen wir zunächst einmal aus, bevor wir mit Anna und Michiko den Mercado Público und ein Museum besuchen. Das schlechte Wetter zwingt zu Spontankäufen von Regenschirmen und zum Kakaotrinken im Museumscafé.


Schon vor Anna waren die ersten Holländer in Porto Alegre…


etwas eigenwillige Klang- und Neonröhreninstallation im Museum

Im Museum läuft die Biennale Südamerikas, im Keller mit einigen interessanten Klanginstallationen.
Rika und Takuya waren schon vorher losgezogen, um sich mit anderen japanischen Austauschstudenten zu treffen, die an der UFRGS (das Pendant zur UFSC in Rio Grande do Sul) studieren. Vor dem Konzert treffen wir uns also mit Rika, Takuya, Misuzu, Keiko und Jutta (ein japanischer Männername) in einem Einkaufszentrum.


Unibral von Japan aus: Jutta, Misuzu, Rika, Keiko, Michiko, Takuya

Von da aus laufen wir zu Fuß ins Gigantinho, eine große runde Sporthalle, in der heute Abend Ivete Sangalo auftreten wird. Als wir ankommen, ist die Halle noch ziemlich leer. Während über uns ein großes Gewitter tobt, versuchen Bier- und Chipsverkäufer sich durch die größer werdenden Menschenmengen in der Halle zu bahnen. Eine Vorband gibt es leider nicht, und auch keinen Verkaufsstand für diverse Devotionalen, wie z.B. T-Shirts.
Um ca. halb elf geht dann das Konzert los, sehr geniale Show. „Quero beijar a sua boca louca!” heißt ein Lied: „Ich möchte auf Deinen verrückten Mund küssen!“. Die Halle bebt, als Ivete ihr bekanntestes Lied „Levantou Poeira“ singt, „Es hat Staub aufgewirbelt“.


Ivete!

Ankunft von Gerta und Raimund

Morgens waren wir mit einigen Studenten in Industrierobotertechnik, schließlich hat Prof. Raul eine Besprechung angekündigt. Wird der Streik der Professoren etwa zu Ende gehen?
Nun, Prof. Raul war nicht da. Einer der Studenten hat ihm dann eine Mail geschrieben, und die Antwort ist selbst in deutscher Sprache veröffentlichungswert:

Caros alunos, Recebi mensagem do Vitor, reclamando, com razão (ao menos parcial), do fato de eu não ter ido lá na sala hoje de acordo com o combinado (segundo ele). Honestamente não lembro se deixamos certo que eu iria lá hoje para conversarmos ou haveria uma confirmação. Se deixamos certo desculpem-me por favor. De qualquer maneira, ontem no final da tarde encontrei um colega de vocês que também me perguntou se eu iria lá hoje. Conversando solicitei que ele, por via das dúvidas, comunicasse a todos que eu não iria. Assim, devo pedir meia desculpa (no mínimo). O Vitor avalia que “a greve enfraqueceu muito” e me informa que sou “o unico professor (nosso) que nao esta ministrando aulas” e mostra-se preocupado sobre “como isso afetara o (nosso) final de semestre.” Ele pede ainda que eu “avise sobre os seus (meus) planos que eu repasso para os outros alunos.” Tenho me reunido com outros professores do CTC e nas assembléias do que constatamos que há cerca de 70 professores em greve no CTC (35 na arquitetura e 35 no restante). Tenho informações de que a adesão no DAS diminuiu (talvez daí a conclusão do Vitor de que “a greve enfraqueceu muito”). Na semana passada cheguei a considerar a necessidade de uma reunião nossa para hoje porque também sentia o mesmo (enfraqueciemento da greve e perda de perspectiva). Esta semana, no entanto, o governo apresentou uma proposta. É verdade que ela foi rejeitada na assmbléia de terça passada por 50 a 40 votos.
Votamos com os 40 que queriam vê-la mais discutida pelos demais professores.
Amanhã, sexta-feira, nossos representantes têm nova reunião com o governo. Achei prudente aguardá-la. Para a semana que vem temos o eneca. Assim, creio que deveriamos deixar qualquer iniciativa para a semana seguinte. Aí sim, confirmaríamos um encontro na terça ou na quinta.
Confirmaríamos, certo?
Se, no entanto, vocês julgarem útil nós nos encontrarmos antes, estou completamente à disposição. Para finalizar peço a outra meia desculpa ao final. Abraços,
Raul
Liebe Studenten, Ich habe eine Nachricht von Viktor erhalten, der sich zu Recht (zumindest zum Teil) darüber beschwert, dass ich heute nicht wie verabredet (wie er sagt) zur Vorlesung erschienen bin. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, ob wir sicher vereinbart hatten, dass ich kommen würde, um zu reden, oder ob es noch einer Bestätigung meinerseits bedurfte. Falls wir den Termin schon sicher bestätigt hatten, entschuldigt mich bitte. Wie auch immer, gestern am späten Nachmittag habe ich einen Eurer Kommilitonen getroffen, der mich ebenfalls fragte, ob ich heute kommen würde. Im Gespräch bat ich ihn, um Zweifel auszuräumen, allen mitzuteilen, dass ich nicht komme. Also, muss ich um Eure Entschuldigung bitten (mindestens). Vitor meint, der „Streik schwächele sehr” und informiert mich, dass ich „(unser) einziger Professor, der keine Stunden hält” sei, und zeigt sich besorgt, wie dies „sich auf das Ende (unseres) Semesters auswirke.” Er bittet mich außerdem, dass ich ihn „über meine Pläne aufkläre, die er dann an die anderen Studenten weiterleite.“ Ich habe mich mit den anderen Professoren der Technikfakultät getroffen, und in den Versammlungen haben wir festgestellt, dass etwa 70 Professoren unserer Fakultät im Streik sind (35 der Architektur und 35 restliche). Ich habe Informationen, dass die Zustimmung [zum Streik] bei den Automatisierern abnimmt (vielleicht hat Vitor daraus geschlossen, dass „der Streik schwächele“). In der vergangenen Woche war ich soweit, in Erwähnung zu ziehen, dass ein Treffen unsererseits für heute notwendig werden würde, da ich das gleiche fühlte (Erlahmung des Streiks und Perspektivlosigkeit). Diese Woche hat die Regierung jedoch einen Vorschlag präsentiert. In Wahrheit wurde dieser jedoch von der Versammlung [der Streikenden] am vergangenen Dienstag mit 50 zu 40 Stimmen zurückgewiesen.
Wir stimmen mit jenen 40 anderen Professoren überein, die diesen [Vorschlag] weiter diskutiert wissen wollen.
Morgen, Freitag, haben unsere Repräsentanten ein Treffen mit der Regierung. Ich denke, man muss jetzt vorsichtig abwarten. Nächste Woche ist Eneca [Robocup in Floripa – soll heißen: Dort passiert eh nichts, aber man sieht sich]. Also glaube ich, sollten wir jegliche Initiative auf die darauf folgende Woche vertagen. Ach ja, wir haben ein Treffen für Dienstag oder Donnerstag festgelegt.
Nicht wahr?
Falls Ihr es jedoch wünscht, dass wir uns vorher treffen, stehe ich volständig zur Verfügung. Zum Schluss bitte ich Euch noch um Verzeihung. Viele Grüße,
Raul

Raul ist ein Spezialist. So nett wie er ist.
Nachmittags haben wir dann den Sprachkurs geblockt, und stattdessen meine Tante und meinen Onkel aus Deutschland am Flughafen in Floripa abgeholt, die die nächsten Wochen Onkel Edgar in Blumenau besuchen werden. Mit 1,5 stündiger Verspätung landet ihre Maschine, vorher hatte Edgar am Flughafen noch ein paar Storys aus seiner Zeit in Mato Grosso erzählt, als es dort noch keine einzige Asphaltstraße gab.


Edgar mit Franziska und Raimund und Gerta

Mit der gleichen Maschine landen auch die Eltern von Forsti. Am Nachmittag gehe ich noch mit Leandro, Vinicius, Carla und Dayane und einigen anderen in die Bar da Nina, bevor es abends in den Bus Richtung Porto Alegre geht. Zusammen mit Anna, Michiko, Rika und Takuya fahren wir zu einem Konzert der brasilianischen Sängerin Ivete Sangalo, und die Stadt werden wir natürlich auch besichtigen.

Klausur in Engenharia de Software

Die Klausur in Engenharia de Software ist anders, als ich mir es vorgestellt habe. Sämtliches Material, ausgenommen elektronische Hilfsmittel, ist zur Benutzung erlaubt, und die Klausur ist Multiple Choice. Escolha Múltipla, sagen die Brasilianer. Es gibt acht Themengebiete mit jeweils vier Aussagen, die als richtig/falsch zu markieren sind. Das Benotungssystem ist etwas eigenartig, wer alle vier Aussagen des Themengebietes richtig markiert hat, bekommt 10 Punkte, wer einen Fehler hat, bekommt 6 Punkte, und dann jeweils pro Fehler 2 Punkte weniger.
Nachmittags verabschieden wir Kathrin in einer Lanchonete in der Uni mit lecker Kuchen, und abends wird sie mit Steve nach Rio aufbrechen, um von dort wieder nach Deutschland zurückzufliegen – das Semester ruft.
In Empreendedorismo bekommen wir eine neue Projektaufgabe, wir sollen in Zweiergruppen ein Interview mit einem Unternehmer machen, den wir uns selbst aussuchen sollen.

Regen, Regen, Regen

Morgens gehen wir schon gar nicht mehr in die Aulas von Industrierobotertechnik, die fallen eh aus. Wenngleich wir von einigen Tagen auf dem Campus Prof. Raul Guenther getroffen haben, der am Donnerstag ein Treffen machen will. Immerhin.
Markus Ritter startet einen zweiten Versuch, ins Pantanal zu fahren, und ich bringe ihn zusammen mit Anne und Ingmar zum Flieger.
Mittags treffen wir uns wieder zur Deutsch-Konversation in der Verdilha, und in PCP präsentiert der Professor ein neues Simulationsspiel über Programm- und Reihenfolgeplanung. Steve, Kathrin, Forsti und Franziska fahren bei furchtbarem Regenwetter in eine Eisdiele – das ist konsequent. Ich bleibe auch konsequent und lerne stattdessen noch ein bisschen für meine Klausur morgen.

Horto Florestal oder Enten füttern im Park

Heute ist das Wetter einigermaßen besser, so dass ich nachmittags eine Lernpause einlege und mit Franziska einen Spaziergang zum Horto Florestal, einem Park in Corrego Grande, mache. Dorthin scheinen alle jungen Familien zu gehen, der Park ist voller kleiner Kinder, die Enten füttern, und Eltern, die ihren Sprösslingen „Punkies“ zeigen: Hähne mit Hahnenkamm. Auf dem Rückweg müssen wir feststellen, dass alle Eisdielen und Cafés geschlossen haben, und das an einem Sonntagnachmittag.
Abends war ich in Trindade in der Messe. Ana aus der Studentengemeinde hatte offenbar vor ein paar Tagen Formatura gefeiert, und lädt in die Pipa ein. Die natürlich geschlossen hat. Richtig, ist ja auch Sonntag. Einige hundert Meter weiter hat der Capitão Gourmet geöffnet, so lassen wir uns dort nieder. Da die Welt klein ist, treffen wir dort Dayane und Su, die mit einigen weiteren Freunden von Gustavo seinen letzten Abend in Brasilien feiern.

Lernen…

Besonders spannend ist das Lernen für Software Engineering nicht gewesen, also ist neben Auschlafen nicht so besonders viel passiert. Beim Lernen fällt mir jedoch auf, dass zum wirklichen Verstehen des Stoffes ein deutsches Lexikon unheimlich hilfreich ist. Herzlichen Dank an die Autoren der UML-Artikel in Wikipedia.
Franziska, Anna und die Japaner machen sich derweil einen schönen Tag und haben sich abends noch Sushi kommen lassen.