Wal und Unfall

In der Nähe von Imbituba, ca. 70 km südlich von Florianópolis, wurden in der letzten Woche mehrere Walfamilien gesehen. Im Internet kann man sich anschauen, wo sie sich gerade befinden. Und so machen auch wir uns auf, den Baleia Franca zu suchen. Mit Markus Monza fahren Anna, Takuya, Markus, Franziska und ich nach Imbituba. Das dortige Walmuseum wirkt ein wenig verlassen, nach einem Telefonanruf wissen wir, wo heute Wale gesichtet wurden. Ein Strand weiter nördlich sehen wir nichts, also fahren wir noch einmal ca. 20 km weiter in den Süden, genauer gesagt in den Ort Itapirubá, ein verschlafenes Feriendorf. Dort steigen wir auf einen größeren Hügel, und tatsächlich sehen wir dort, entfernt und natürlich am anderen Ende des Strandes, zwei Wale. Leider springen sie nicht, weder zeigen sie ihre große Flosse, aber manchmal sprühen sie halt eine Wasserfontäne hoch oder tauchen wie ein U-Boot auf. Das Highlight des Tages, denken wir.


Eins von ca. 20 Fotos mit Wellen zeigt dann auch mal ein Stück Wal


Fotografiert von einem internationalen Wa(h)lbeobachter-Team

Da wir noch nichts gegessen haben, wollen wir zurück in einen historischen Ort in der Nähe von Floripa, und dort den Nachmittag verbringen. Dazu kommt es leider nicht, denn als sich 10 km vor Floripa auf der Küstenstrasse ein Stau bildet, kann Markus zwar rechtzeitig bremsen, und der Hintermann auch, aber ein zu schnelles Fahrzeug hinter uns knallt auf den Hintermann, Markus reißt blitzartig das Lenkrad herum und bringt Monza und uns auf dem Standstreifen aus der Einflugschneise, während der Unfallfahrer, Pilot eines weißen VW Gol, unsere hintere Stossstange nur touchiert und dann weiter links bremsend an uns vorbeischleudert und seitlich in den langsam vor uns fahrenden Jeep prallt.
Der Gol ist eigentlich nur noch Schrottwert, die Vorderachse ist gebrochen, so dass wir ihn mit den eingetroffenen Polizisten von der Policia Rodovia Federal von der Straße wuchten. Die nehmen von allen am Unfall beteiligten Fahrzeugführern Zeugenaussagen auf, mäkeln etwas, dass der europäische Führerschein doch wohl nicht soo sehr gültig ist (in Blumenau kann man damit ein Auto zulassen…), und ansonsten sind bis auf den Unfall verursachenden Gol noch alle Fahrzeuge fahrtüchtig, so dass wir uns auf den Heimweg machen.


Der Monza ist noch heil…

Abends treffen wir noch Steve in Lagoa, und diskutieren bei Lasagne über das brasilianische Versicherungssystem, welches nur die Personenschäden Dritter mit abdeckt, nicht aber Fahrzeugschäden.

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