Nach den heutigen Übungen zu Futurformen des Subjontivs haben wir uns abends um 10 in der Bar am Trindade-Platz getroffen. Die besten Leute lernt man ja bekanntlich kennen, wenn man ganz einfach Deutsch spricht, und so haben wir noch zwei Mädels kennen gelernt, von denen eine im brasilianischen Winter in Deutschland in einer Eisdiele eines bayerischen Kurortes arbeitet, um von dem Geld den brasilianischen Sommer am Strand zu verbringen. Auch ein Lebensmodell, denn so ein italienischer Pass habe echt Vorteile, schwärmt sie über ihren italienischen und deutschen Vorfahren, sie müsse sich als Blondine nur die Haare schwarz färben, darauf ständen die Deutschen halt in italienischen Eiscafés. Und das sie kein Italienisch, sondern nur Portugiesisch und gebrochen Deutsch spreche, falle auch niemandem der Kurgäste auf…
Später wollten wir uns mit Juliane in einer Disco namens Terraço Brasil in Cacupé treffen. Als wir dort mit dem Bus angekommen sind, weil es weit abgelegen lag, war das 1. ein Restaurant, und 2. wahrscheinlich noch mehr Schicki-Micki als andere, als wir bisher gesehen hatte. Wenngleich man von dort eine sehr schöne Aussicht auf Florianópolis hat, siehe deren Homepage. Als der Bus, der noch ein Dorf weiterfuhr, wieder umkehrt ist und erneut an der Haltestelle der Terraço Brasil ankam, saßen wir wieder drin und haben uns auf den Rückweg gemacht. Es war der letzte Bus, also war es zumindest kein schmerzhafter finanzieller Verlust, da wir für unseren 2-Minuten-Aufenthalt dort keinen Eintritt bezahlt haben und den letzten Bus noch erwischt haben. Juliane, die uns dort in die Pampa gescheucht hat, war übrigens nicht da. So sind wir dann wieder durch Trindade gezogen und in der Republica-Bar gelandet, eine Kneipe, die studentisch sein soll. Erst war viel Hippi-Hoppi, danach spielte eine Band, und Juliane kam auch noch vorbei. Sie hatte eine Freundin aus Deutschland, Ines, mit dabei und auch Milene, Tatiana und Paolo. Die drei kannten uns, aber wer sind die? Auflösung: Sie waren auch an unserem ersten Abend, dem Churrasco bei Veras Gasteltern dabei, und wir haben uns dort natürlich nicht an alle Leute erinnern können. Milene hat mal ein Semester in Mainz studiert und kannte daher Juliane. Tatiana ist Milenes Schwester, und Paolo ihr Freund.
Auf der Party liefen ein paar Leute rum, die Fotos machten und einem Zettel in die Hand drückten, wo man die Fotos in miserabler Qualität betrachten könne, um sie sich dann Abzüge über das Internet in besserer Qualität zu bestellen. Das gab es Deutschland auch vor ein paar Jahren (Pixelnet), als erst wenige Leute Digitalkameras hatten. Ein solches Foto findet Ihr hier:

