Dia das Mães: Muttertag

Für Michelle habe ich eine Kiste Ferrero Rocher und Luiz kommt mit einem großen Blumenstrauß. Als ich um 7 Uhr aufstehe, ist er schon wach und schreibt an irgendeinem englischen Fachartikel. Kurz nach dem Frühstück treffen die ersten fleißigen Hände ein, die Obst und Gemüse schälen und den Churrascoofen in Gang setzen.


Terese und Alessandra schnippeln allerlei Gemüse

Das heutige Fest, erklärt Michelle, feiern alle Leute aus der Studentengemeinde, deren Eltern zu weit weg wohnen, als dass man sie übers Wochenende besuchen könnte. Karina aus Rio Grande de Sul, Hallthmann aus Pará an der Amazonasmündung, Cássia und Fábio aus Paraná, Studenten aus Minas Gerais und Maranhão – ein ganzer Kontinent in unserem Haus. Leonice feiert sozusagen ihren ersten Muttertag – sie ist jetzt fast im siebten Monat schwanger.
Etwa 35 Leute sind dabei, und es ist ein schönes Fest, es wird gebetet und gesungen, es gibt in Brasilien nämlich auch extra Lieder zum Muttertag. Dem reichhaltigen Buffet werden mitgebrachte Punddingcremen und andere Sobremesas hinterher geschoben, und dann folgen Gesellschaftsspiele wie Trivial Pursiut.


Es gab übrigens Feijoada, das hatte ich noch nicht erwähnt

Da komme ich aber beim besten Willen mit meinen Sprachkenntnissen nicht mit, und außerdem warten auch Muttern und Schwiegermuttern auf Anrufe, und so setze ich mich ans Skype, wo ich fast den ganzen Abend verbringe.


Matscher in Ilmenau, Matthias in München, Eric in Prag, MMG in Florianópolis

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