Heute stehen Franziska und ich früh auf, wenngleich das Wetter nicht so besonders gut ist und wir einen geplanten Trip nach Blumenau dann ausfallen lassen. Dafür mache ich mit Franziska eine Führung durchs Stadtzentrum von Floripa, wo ich bisher genau einmal war. Nach dem Ausstieg am TICEN stürzen wir uns in Geschäftsleben im Mercado Publico, wo es billige Kleidung und wahrscheinlich über Paraguay eingeschmuggelte elektronische Geräte zu kaufen gibt. Wir waren in der großen Buchhandlung, und ich habe mir ein interessantes Buch gekauft: „Como dizer tudo em Inglês“. Wie sage ich alles auf Englisch? Es listet brasilianische Sprichwörter und Frasen auf, z.B. für Konferenzen, Einladungen aussprechen etc., und wie man das auf Englisch sagt. So vergesse ich wenigstens auch meine angerosteten Englischkenntnisse nicht ganz. Wir kaufen noch eine Glückwunschkarte zur Geburt von Lukas, und machen uns irgendwann in den großen Angeloni, bevor wir nach Hause zurückkehren.
Am Nachmittag war dann Kuchenessen mit den Amerikanern angesagt: Eine Gastmutter backt hin und wieder halbprofessionell Hochzeitstorten, und hat heute ein paar Kalorienbomben gezaubert. Sie ist allein stehend und hat ein furchtbar verwöhntes kleines Schoßhündchen, dem Eduardo, Markus und ich Angst einzujagen versuchen.

Halb Plüsch, halb Tier

Viele Amis, ein paar Brasilianer und Markus und Marcus
Mitten beim Kuchen essen ruft mich Luiz an, ob wir nicht morgen Lust auf eine kleine Inselrundfahrt hätten? Na klar, ich sage prompt zu.
Für die Amerikaner ist es schon der letzte Tag in Floripa, und so gehen wir am Abend noch zum Mexikaner in der Lagoa, wo es schöne Live-Musik gibt. Milene und Tatiana kommen auch, und haben Besuch aus São Paulo mitgebracht: ihre Schwester Patricia, mit der wir vor etwas mehr als einem Monat in Campos de Jordão waren, besucht Floripa.
