Shopping Tour

Für das Pantanal brauchen wir noch einiges an Ausstattung, so viel steht fest. Deswegen gehen wir an diesem Freitagmorgen ins Zentrum, um einzukaufen. Strikt nach Geschlechtern getrennt, so ist es wohl besser, versuchen Steve und ich sowie Rebecca und Franziska Florianópolitaner Läden nach Regenjacken, festem Schuhwerk, Moskitonetzen etc. zu erleichtern. Ergebnis beim verabredeten Mittagessen: Steve hat neue Schuhe (ich hatte mir ja letztens schon welche gekauft), wir beide neue Regenjacken. Franziska und Rebecca haben vor lauter Läden noch keine Kaufentscheidungen treffen können, dafür testen sie mit mitgebrachtem Wasser die Impermeabilität unserer Regenjacken. Nachmittags fahre ich noch mit Steve ins Beiramar Shopping weiter, wo ich mir im Renner eine Hose kaufe. Um drei komme ich zu Hause an und muss erst einmal ins Bett fallen von der anstrengenden Einkaufstour. Erst um acht Uhr abends kommt Franziska vollbepackt zu Hause an, hat Schuhe, Hose und Regenjacke gefunden, und fällt ins Bett, als ich wieder aufstehe.
Und mit Steve noch auf der Party des Studentenvereins Calipro gehe. Als ich mit Leandro (einem der Kandidaten für Deutschland) auf Steve warte, springt mich eine brasilianische Studentin an: „Gib mir, gib mir, Kinder!“ – Ich schaue Leandro an, und noch ungläubiger das Mädel. Des Rätsels Lösung: Sie wollte ihre Deutschkenntnisse zum Besten geben und „Gehen wir, gehen wir Kinder“ sagen. Das ist dann wohl einigermaßen in die Hose gegangen, und Leandro und ich hatten einigen Spaß, ihr das klar zu machen.
Unabhängig davon war es eine ziemlich coole Studentenfete, nur müssen wir den Brasilianern noch beibringen, dass man sich pro Person eine Flasche Bier kauft und dann aus der Flasche trinken darf. Irgendwann spät am Abend kommt Aline an. Sie war im letzten Jahr in Deutschland, und hat dann noch ein Praktikum beim Daimler angehängt, so dass sie, ausgestattet mit perfekten Deutschkenntnissen, gestern wieder in Floripa gelandet ist. Leandro und Fábio schlagen vor, doch morgen Abend nach Lagoa zum Forró zu fahren. „Pegue o número dele“, sagt Aline zu ihrer kleinen Schwester, denn sie hat noch ein deutsches Handy und muss erst mal ein brasilianisches kaufen.

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