Wie immer stehen wir mit der Morgendämmerung auf, und direkt nach dem Frühstück nimmt uns Pepino mit auf eine ganztägige Wanderung durchs Pantanal. An Seen und Flüssen vorbei, durch den Urwald und die Savanne, durch Treibsand und große Hitze.

Aufbruch aus dem Camp

durch die Savanne

an Flussläufen entlang

Herr Forst im Forst (während Pepino Affengeräusche imitiert)
Das Einzige, was Pepino und wir übrigens mitgenommen haben, sind neben viel Wasser ein paar Orangen, Ananas sowie Angelschnur, Angelhaken und etwas Fleischköder. Und Pepinos Buschmesser, mit dem er uns den Weg freiräumt und sich den Schorf zwischen den Zehen abkratzt – er legt ja bekanntlich alles barfuß zurück. Über uns fliegen in freier Wildbahn Araras, Papageien, und natürlich Tuiuiús. Nach vier Stunden Fußmarsch durch die Hitze bin ich zur Mittagspause bereits so kaputt, dass ich mich in einem nahe gelegenen Fluss nur abkühle, während Pepino aus Ästen ein paar Angeln bastelt.

Pause
Ich lege mich aber dann in den Schatten, während alle bei mir einen Sonnenstich diagnostizieren wollen, Piranhas aus dem Teich fischen und mich mit vitaminreichen Ananasstückchen versorgen. Pepino hat unterdessen aus einer Frucht mit einer harten Schale einen Topf geschnitzt, ein Lagerfeuer entzündet und brutzelt die ersten gefangenen Piranhas darin.
Nach dem Mittagessen und einer Siesta für alle bietet Pepino an, wir könnten ja einen kürzeren Weg zurücklaufen, der nur etwa 1,5 Stunden dauern würde. Dazu müssten wir allerdings zwei Mal den knietiefen Fluss passieren. „Und die Alligatoren?“ fragen wir. „Die verscheuchen wir mit Stöckern, kein Problem…“ So sollte es dann geschehen, dass wir in einer langen Schlange durch den ruhigen Fluss gewatet sind.

Schuhe aus und rein in die Grütze
Abends fand noch eine Nachtwanderung statt, aber ohne mich, ich war schon am Schlafen, und die ganz Besorgten behaupteten, ich hätte ein wenig Fieber.
