Praia Joaquina

„Das hätte ich Euch vorher sagen können, dass in der Vermelinha nichts los sein würde“, erzählt uns Michelle am Frühstückstisch. Unter der Woche sei viel los, aber am Wochenende feiere man in Lagoa de Conceição. Michelle wird auch an diesem Sonntag in die Uni gehen und Vorlesungen vorbereiten, und Luiz schlägt vor, er könne uns zum Strand bringen.
Unterwegs tanken wir: Man zieht den Schlüssel aus dem Zündschloss, drückt ihn mitsamt Kreditkarte dem Tanklakaien in die Hand und muss nur noch „Volltanken“ sagen, und bleibt im Wagen sitzen. Der PC mit Kreditkartenterminal befindet sich direkt an der Zapfsäule. Sobald die Zahlung von der Karte erfolgt ist, erhält man Kreditkarte und auch Zündschlüssel zurück. Luiz erzählt, eine Tankstelle habe den Sprit mal ein paar Centavos günstiger angeboten, aber die Leute mussten aussteigen und selbst tanken. Das Konzept sei nicht aufgegangen, heute ist an der Tankstelle wieder pro Zapfsäule eine Person beschäftigt.
Am Strand ist auch erst einmal descansar angesagt, und es gibt lecker Água de Coco. Leider fahren von der Praia Joaquina viel zu wenig Busse zurück nach Florianópolis, so dass wir erstmals den Daumen raushalten. Nach weniger als zehn vorbeifahrenden Autos nehmen auf der Rückbank eines kleinen Fiat Palio Platz – eingequetscht zwischen zwei Surfbretten, die dem jungen Pärchen vorn gehören und die Bedienung der Gangschaltung bereits ohne uns behindert hätten.
Luiz hatte zuvor zum Volleyballspielen mit Freunden aus der Studentengemeinde im botanischen Garten eingeladen, und so spiele ich noch ein wenig mit ihnen, auch wenn ich mit meinen grobmotorischen Fähigkeiten eher einen besseren Balljungen abgebe.
Am Abend waren wir dann noch gemeinsam in der Kirche.

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