Balneário Camboriú

Am Donnerstagabend hat mich Claudio an der Rodoviária abgeliefert, und von dort aus ging es mit dem Bus nach Balnéario Camboriú, wo ich mich mit Steve und Christian getroffen habe. Markus ist leider nicht aus Florianópolis mitgekommen, da er immer noch krank ist. Mit den Hoteltipps von Carlos konnte Christian (der als erster ankam) wenig anfangen, die lagen alle so etwa bei 230 Reais pro Nacht und Person, ein paar Straßen weiter hatte er dann Erfolg im Hotel „Estrela do Mar“, das mit 20 Reais pro Nacht und Person doch eher in unsere Preisklasse fiel. Balneário Camboriú ist so etwas wie das Mallorca für Argentinier, also eher eine Partymeile mit hässlichen Hochhäusern.

von links nach rechts: 5km

Am Ankunftsabend sind wir noch durch ein paar Kneipen gezogen, und am nächsten Morgen dann mit einer Seilbahn zu einem anderen Strand gefahren. Dort war aber auch irgendwie nichts los, schließlich ist ja die Saison schon zu Ende, und die Strände waren klein und eher schmutzig.

Larranjeiras sieht aus der Seilbahn eigentlich ganz nett aus, ist aber auch kein Hit.

Abends sind dann noch Anne und Ingmar vorbeigekommen, mit denen wir in einer Sorverteria waren: eine Eisdiele, in der man sich seinen Eisbecher selbst zusammenstellt, mit Früchten belegt und dann wiegen lässt. Abgerechnet wird wie so oft in Brasilien zum Kilopreis. So haben alle erst einmal von ihren Praktikumserfahrungen berichtet, Ingmar wir ab nächster Woche endgültig in Rio anfangen und dann mal schlappe 18 Busstunden entfernt sein…
Nach einer weiteren Kneipe waren wir dann noch ein einer Danceria (Disco), dort wurde aber Hippi-hoppi gespielt.


noch ein Discofoto

Fünf Kilometer Fußweg umsonst, die reichen Brasilianer fahren natürlich dort lieber im Audi-TT-Cabrio vor. Bis wir, mit Zwischenstationen an einer Strandbar und einer 24h-Lanchonette, wieder im Hotel waren, ging die Sonne auf, so dass der Samstagmorgen mit Descansar (Ausruhen) verbracht wurde. Bemerkenswert ist die Lanchonette: ein Mini-Markt für Lebensmittel und die notwendigsten Haushaltswaren, Bäckerei/Konditorei, Zeitschriften, Bar mit Cocktails, Hamburgern und Sanduiches, mit Sitzgelegenheit für ca. 20 Personen und Kellnern. Geniales Geschäftsmodell, meines Erachtens wäre ein solcher Laden z.B. für das Campus-Center in Ilmenau die Rettung.
Am Samstagnachmittag sind wir dann mit einem Bus zwei Strände weiter nach Norden gefahren, Praia des Amores, wo es wirklich gut und naturbelassener war. Hier gingen halt die normalen Leute baden. Abends waren wir in einer weiteren Sorverteria und haben es etwas ruhiger angehen lassen, bevor wir Sonntagvormittag wieder die Heimreise angetreten haben.

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