Da ich ja an diesem Wochenende nicht zu Steve und Christian nach Blumenau gefahren bin, habe ich den kranken Ritter Markus bei Carlos’ Eltern auf dem Kontinent besucht. Markus ist schon seit vier Wochen krank – irgendwas mit der Verdauung, und diverse brasilianische Ärzteteams rätseln.
Da er wenig Appetit hat, habe ich ihm meine zwei portugiesischen Bücher, die ich besitze, mitgebracht, so hat er ein wenig Ablenkung. Ich bin hier sowieso noch nicht zum Lesen gekommen.

Den Guaraná-Laster vor der Kirche von Estreito – inmitten von Hochhäusern – raube ich morgen aus…
Markus wohnt in Estreito, das ist einer der Stadtbezirke auf dem Kontinent, wo gerade Pfarrfest war. Wir sind ein bisschen rübergeschlendert, und dann war er ziemlich erschöpft.

Luiz, Michelle, Marcus, Musiker, Luciano, Fabrício und Yuri aus der Studentengemeinde (der Musiker nicht…)
Abends war ich mit Luiz und Michelle noch in der Weinstube Pipa in Trindade, wo wir uns mit anderen Leuten aus der Studentengemeinde getroffen haben. Anlass war ein Besuch von Ketner (sprich Ketschner) in Florianópolis. Ketner ist diejenige Studentin, auf deren Graduationsfeier ich an meinem ersten Wochenende in Brasilien war. In der Pipa ist es urgemütlich, es gibt nette Música Popular Brasileira aus der Gitarre und mit etwas Glück sogar kostenlose Getränke: Ich bestellte mit allen anderen zusammen, alle anderen erhielten ihren Wein respektive Traubensaft – nur ich nicht. Die Kellnerin brachte mir meinen Traubensaft, sagte mir etwas mit strahlendem Lächeln, ich sagte obrigado, und alle in der Runde fragen: Hast du verstanden, was sie gesagt hat? – Não. – Ist umsonst.

Yuri, Luiz jr. und Ketner
