Sebastians Abschiedsfest

Auf der Arbeit muss man die Feste feiern, wie sie fallen: Kurz vor Feierabend ist Hélvios Zeit für seinen Via Sacre (den „heiligen Weg“, wenn er bei allen Mitarbeitern von Tisch zu Tisch geht und sich nach der Lage erkundigt). Als er bei mir ankommt, sagt er: Heute ist doch in der Pré-Corte, der Zuschnittsabteilung, wieder ein Festa de Salgados – Häppchenfest. Ich sage: Ich habe jetzt nicht wirklich Hunger. Er: Ja, aber wir müssen uns da doch wenigstens sehen lassen. Und du hast für Abteilung doch auch ein paar Vorrichtungen entworfen, du kennst die Leute doch auch alle… Wir also runter. Ich frage: Quem faz aniversário? – Wer hat Geburtstag? – Nein, niemand! Es ist doch weil wir den Boden gestrichen haben, und das feiern wir. Moral: Gibt dem Volk Brot und Spiele, dann sind sie zufrieden. Und wenn’s nur eine Pizza-Schachtel voll mit Häppchen und drei Flaschen Cola sind, macht sich immer gut.
Eine Woche nach Veras Abschied (die inzwischen wieder gut in Deutschland gelandet ist) wird auch Sebastian zurück nach Deutschland fliegen. So gab es heute Abend wieder ein Fest in der Rua das Acácias, wo ich einziehen werde. Leider kannte ich erheblich weniger Leute.


Gitarre raus, und ich spiel unplugged, Baby!


Sebastian im Paradies: mit Zapfanlage, Churruascospieß und Fußballfahne

Als das Fest zu Ende war, bin ich noch mit Takuya, Sebastian, Anna und Juan auf eine Uni-Party in der Odontológia-Lanchonette gewesen, das war natürlich sehr cool. Juan ist Spanier, und ich kannte ihn vorher nicht. Er ist jedoch der lebende Beweis dafür, das Floripa ziemlich klein ist: Im März war bei Steve in Floripa, als er Flávio gewohnt hat, eben dieser Juan eingezogen, den Anna vom Portugiesischkurs für Estrangeiros (Ausländer) kennt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert