Bowling – oder nicht

Für heute war seit langer Zeit Bowling geplant. Wir also hin zur Bowling-Bahn. Wenn man hier aber für halb neun eine Bahn reserviert, und bis halb 11 keine bekommt – na dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch ein Grund für uns gewesen, dass wir uns dann verabschiedet haben.

Kartoffelsalat

Annas Eltern sind angekommen (mit dem versprochenen Notebook im Gepäck), und sprechen besser Deutsch als ich Holländisch. Franziska und ich waren mit dem Kochen dran, und es gibt Kartoffelsalat mit Frikadellen.


Delmo und Ângela


Winterabend in Carvoeira mit dem Morro da Cruz

Praktikumsbericht schreiben

Heute bleiben wir im Haus, Franziska lernt Portugiesisch und ich schreibe an meinem Praktikumsbericht. Ich schreibe erst auf Deutsch für Prof. Schneider, und wenn mir dann nichts mehr einfällt, wechsle ich in das portugiesische Dokument für Profª Leila, und übersetze das Kapitel.
Da mich das im Moment ganz gut auslastet, gibt es auch vorerst im Tagebuch nicht sooo viel Neuigkeiten.


Lucia, vielen Dank für das Sandmännchen-T-Shirt!

Inselrundfahrt mit Franziska


Franziska an der menschenleeren Praia Mole

Heute konnten wir gegen eine Leihgebühr von einer Autowäsche Ângelas Fiat Palio mieten, und so habe ich mit Franziska eine Inselrundfahrt gemacht. Erst wollten wir bei Luiz und Michelle vorbei (die in São Paulo waren, wie ich erst später erfuhr), und dann sind wir nach Lagoa und an die Praia Mole. Zum Baden war es ganz klar zu kalt und zu stürmisch. Danach sind wir, wie auch ich am ersten Wochenende, in Santa Antonio de Lisboa, dem Azorendorf, eingekehrt und haben noch einen Abstecher in den Süden der Insel gemacht, bevor bei Franziska der Jetlack zuschlug.

Bucht in Sambaqui

Teraço Brasil

Heute waren wir wieder in dem Edelschuppen Terraço Brasil in Cacupé. Es waren fast alle Leute da, die ich so über Ângela und Delmo kenne, von den Amerikanern bis zu Tatiana und Milene. Livemusik und den schönen Ausblick aufs Stadtzentrum gibt es natürlich auch.

Einbruch

Bei Anna, der Holländerin, im Haus ist heute eingebrochen worden. Laptop weg. Sie wohnen in der zweiten Etage, und die Diebe sind wohl durch die offenen Fenster rein. Ich habe Hoffnung, dass das bei uns in der fünften Etage nicht soo schnell passiert. Gott sei Dank kommen ihre Eltern nächste Woche, die bringen dann gleich einen Neuen mit.

Franziska chegou

Hoje tenho um dia de folga. Heute habe ich einen Tag Zeitausgleich. Da helfe ich Ângela morgens etwas mit der Wäsche, und beantrage mit auf der Post eine CPF – die Personenkennziffer. Leider muss ich noch auf ein anderes Amt, und das frühestens am Freitag, welches natürlich nur tagsüber geöffnet hat. Also muss ich das nach Ende des Praktikums mal erledigen.
Mit Ângela und Eduardo fahren wir zu Eduardos Uni, eine der vielen kleinen Privatunis. Eduardo will sich für das nächste Semester immatrikulieren, und Ângela darf zahlen: 600 R$ pro Monat. Nicht schlecht. Zunächst müssen aber noch Altschulden für überzogene Bücher aus der Uni-Bibliothek dort beglichen werden, alles zieht sich noch hin. Franziska schreibt eine SMS, dass ihr Flug mit Verspätung starten wird. Und irgendwann kommen wir am Flughafen an. Als wir in die Ankunftshalle kommen, sehe ich durch die Tür Franziska, wie sie ihren Koffer vom Band holt. 30 Sekunden später ist sie da – das war Just in Time auf Brasiliansich.
Nach dem Mittagessen ist Franziska wider Erwarten gar nicht soo kaputt, also drehen wir eine Runde über den Campus, schauen mal bei Cássia rein, besorgen ihr eine brasilianische Telefonnummer und ich zeige ihr Márcias Wohnung, wo die Portugiesischstunden stattfinden werden. Jetzt bin ich in der Tutorenrolle, so wie damals Vera.
Noch jemand anderes ist heute angekommen: Lucas, das Baby von Leonice und Hallthmann aus der Studentengemeinde, wird heute geboren.

Blick nach Deutschland


Intercity auf der Rheinstrecke bei Bacharach

Heute richtete sich mein Blick mal wieder häufiger nach Deutschland: Wo ist Franziska jetzt? Morgen um 12:00 Uhr erwarte ich sie auf dem Aeroporto Hercílio Luz.
Abends hat Markus gekocht, und wir haben die Zimmer getauscht: Ich werde jetzt zunächst mit Franziska in Takuyas Zimmer einziehen, der ja immer noch durch Brasilien reist.


Markus é alto demais für die brasilianische Kücheninfrastruktur

Außerdem habe ich es tatsächlich geschafft, das W-LAN im Haus einzurichten.

Kirmes in Schierschwende

Heute waren wir abends mit Ângela auf der Kirmes in ihrem Heimatort südlich von Palhoça. Den Namen des Ortes habe ich vergessen, er ist zu klein um in einer Karte verzeichnet zu sein. (Nennen wir den Ort Schierschwende, denn die Schierschwender Kirmes soll ja laut Forst auch ein nettes Dorffest sein.) Die Dorfkirche ist barocken Baustils und eine der ältesten in der Region Grande Florianópolis, und rundherum waren Buden, Kinderfahrgeschäfte etc. aufgebaut. Im Festsaal gab es Churrasco, und nachher noch einen großen Bailão-Tanz. Da bin ich dann aber schon mit einem Bekannten von Ângela nach Hause, der auch nach Florianópolis zurückfuhr, denn ich war einfach zu müde.

Paket

Gestern Abend hatte der Fusca schon die ersten Zicken beim Einlegen des Rückwärtsganges gemacht, deswegen sind Steve und ich am Morgen noch einmal bei Egard, einem Arbeitskollegen von Steve vorbei. Dessen Vater, Charly, war beim Autokauf dabei, und meinte so auf Deutsch: „Die Kupplung, da gibt es ein Problem. Aber du brauchst Kraft, Junge.“ Er hat den Gang dann ein paar Mal reingebrochen, und dann ging es auch schon wieder flüssiger. Steve hat mich zur Rodoviária gefahren, wo ich um Meio-Dia, 12 Uhr mittags, ankam. Der nächste Bus ist ein Pinga-Pinga, und fährt erst um 1, benötigt drei Stunden. Da fängt man dann schon mal an zu rechnen: Mit nem Auto wäre ich jetzt in zwei Stunden zu Hause. Sprich 14 Uhr. Mit dem Bus komme ich um 16 Uhr an der Rodoviária in Floripa an, und muss dann noch eine halbe Stunde Bus fahren und 20 Minuten laufen. Und tatsächlich: um kurz vor 5 komme ich bei Luiz und Michelle an. Denn mit ihnen habe ich mich zum Paket auspacken verabredet. Die Verwandten aus Belém sind da, das heißt vier Kinder und vier weitere Erwachsene. Die vier Toblerone-Tafeln lasse ich also gleich da, und freue mich über mehr Schokolade, einen neuen Osnabrück-Reiseführer, CDs, und viele andere tolle Sachen. Vielen Dank!